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Untitled (stick)

2011, Polyurethan-Kautschuk, Leinenbox, 86,5 × 14 × 2,5 cm, 6 Exemplare

Preis
8.100 € / 7.600 € (Mitglieder)
Informationen und Bestellung

Mona Hatoum


In ihrer multidisziplinären Praxis, die Performance, Video, Skulptur und Installation umfasst, untersucht Mona Hatoum (*1952 in Beirut, lebt und arbeitet in London) menschliche Zustände der Isolation und Zugehörigkeit sowie die Themenkomplexe Migration und Exil. Körper und Sprache stehen oft im Mittelpunkt ihrer Arbeiten, mit denen sie strukturelle Gewalt sichtbar macht. So entzieht sie Alltagsgegenstände ihrem scheinbar eindeutigen Gebrauchscharakter und aktiviert so eine verborgene, ebenso unerwartete wie lauernde Gefahr. Die Arbeit Untitled (stick) (2011) suggeriert die Stabilität eines Gehstocks, der sich bei genauer Betrachtung als instabiler Polyurethan-Kautschuk-Gegenstand entpuppt. Die Serie The Blues (2022) ist eigens für das n.b.k. Editionsprogramm entstanden. Es handelt sich dabei um fünf Unikate, die an visuelle Tagebucheinträge erinnern. Der Titel des Werkkomplexes verweist auf das verwendete Material: Acrylfarbe in Schwarz und Blau. Mona Hatoum, die 1995 mit dem renommierten Turner Prize ausgezeichnet wurde und mehrfache Teilnehmerin der documenta (2017; 2002) und der Biennale Venedig (2005; 1995) ist, hatte zahlreiche internationale Einzelausstellungen, u. a.: Neuer Berliner Kunstverein; KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst; Georg Kolbe Museum, Berlin (2022); Institut Valencià d‘Art Modern (2021); Hiroshima City Museum of Contemporary Art (2017); Menil Collection, Houston / Texas (2017); Pulitzer Arts Foundation, St. Louis (2018); Centre Georges Pompidou, Paris; Tate Modern, London; Kiasma Museum of Con- temporary Art, Helsinki (2015–2016); Arab Museum of Modern Art, Doha (2014); Kunstmuseum St. Gallen, Schweiz (2013).