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Critical Distance. Body Politics and Displacement in the Work of Mona Hatoum

Samstag, 29. Oktober 2022, 14:00 Uhr

Symposium
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In englischer Sprache
KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Maschinenhaus M0

Mit Marius Babias (Direktor Neuer Berliner Kunstverein), Sam Bardaouil (Direktor Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin), Kathrin Becker (Künstlerische Direktorin KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst), Tamar Garb (Durning Lawrence Professorin für Kunstgeschichte, University College London), Natasha Ginwala (Assoziierte Kuratorin at Large Gropius Bau, Berlin), Mona Hatoum (Künstlerin, London), Polly Staple (Kuratorin und Direktorin der Sammlung Britische Kunst, Tate, London)

Anlässlich der Überblicksausstellung zum Werk von Mona Hatoum bietet ein internationales Symposium eine Annäherung an das Werk der Künstlerin. Mit ihrem Ansatz, Inhalte durch eine formal reduzierte und abstrakte Sprache zu artikulieren, gilt Hatoum als prominente Vertreterin des Postminimalismus, der die visuelle Sprache der Minimal Art aufgreift, gezielt dekonstruiert und erweitert.


Indem Hatoum Alltagsobjekte und Materialien in überraschende Zusammenhänge überführt und sie in körperpolitische und feministische Diskurse einbindet, öffnet sie einen rein auf Fragen der Objekthaftigkeit rekurrierenden Skulpturbegriff für ein kritisches Denken. Die von Hatoum in ihren Werken seit Jahrzehnten vorangetriebene Auseinandersetzung mit Themen wie Ausgrenzung und Exil, sich ändernden Vorstellungen von Gender und Race und nicht zuletzt dem Körper selbst ermöglicht nicht nur Zugänge zu zeitgenössischen Debatten und politischen Diskursen, sondern auch zu den post-digitalen Praktiken einer jungen Künstler*innengeneration. Das Symposium verbindet so den Begriff der Skulptur mit gesellschaftspolitischen Perspektiven und formuliert Antworten auf die Frage, wie sich das Medium im Spannungsfeld einer zunehmenden Digitalisierung, neuen Körperbildern und den unsicheren und prekären Bedingungen unserer Welt entwickelt.



Programm


14:00
Begrüßung: Kathrin Becker (Künstlerische Direktorin KINDL), Marius Babias (Direktor Neuer Berliner Kunstverein)


Präsentation von Mona Hatoum (Künstlerin, London)


16:00
Podiumsgespräch mit Sam Bardaouil (Direktor Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin), Tamar Garb (Durning Lawrence Professorin für Kunstgeschichte, University College London) und Polly Staple (Kuratorin und Direktorin der Sammlung Britische Kunst, Tate, London). Moderation: Natasha Ginwala (Assoziierte Kuratorin at Large Gropius Bau, Berlin)


Teilnehmer*innen

Sam Bardaouil

Sam Bardaouil ist seit 2022 gemeinsam mit Till Fellrath Direktor des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin.

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Tamar Garb

Tamar Garb ist Durning Lawrence Professorin für Kunstgeschichte am University College London.

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Natasha Ginwala

Natasha Ginwala ist assoziierte Kuratorin at Large am Gropius Bau, Berlin, künstlerische Leiterin von Colomboscope, Colombo / Sri Lanka und der 13. Gwangju Biennale (2021, mit Defne Ayas).

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Mona Hatoum

Mona Hatoum lebt und arbeitet in London und hat seit einem DAAD-Stipendium 2003/2004 einen zweiten Wohnsitz in Berlin.

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Polly Staple

Polly Staple arbeitet als Kuratorin und Sammlungsdirektorin für britische Kunst an der Tate, London, und ist für die Erforschung und den Erwerb von Werken von 1500 bis zur Gegenwart zuständig.

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Die dreiteilige Ausstellung Mona Hatoum ist im n.b.k. (15.9.2022 – 13.11.2022), im Georg Kolbe Museum (15.9.2022 – 8.1.2023) und im KINDL (18.9.2022 – 14.5.2023) zu sehen.

Kurator*innen: Marius Babias, Kathrin Becker, Julia Wallner