Masters (38 min) von Shaun Motsi ist ein spekulativer Kurzfilm, der sich mit der Produktion und Verbreitung von Wissen in Online-Formaten zwischen Bildung und Unterhaltung auseinandersetzt. Der Film versammelt multigenerationelle, Schwarz-diasporische Charaktere, die sich durch die Institutionalisierung Schwarzer Perspektiven im kulturellen und medialen Mainstream navigieren. Er untersucht das aufkommende Format des Online-Edutainments und wie etablierte Praktiken der Wissensproduktion und -verbreitung oft rassistische Hierarchien perpetuieren.
Donnerstag 12–20 Uhr, Dienstag–Freitag 12–18 Uhr
Kein Verkauf am 26. und 27. April sowie am 1. Mai 2026 (Tag der Arbeit)
Zum Welttag des Buches am 23. April 2026 startet im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) ein Sonderverkauf mit Publikationen aus den Reihen „n.b.k. Ausstellungen“, „n.b.k. Diskurs“ und „n.b.k. Berlin“.
Im Verkaufszeitraum bis 3. Mai können alle angebotenen Bücher zum halben Preis – 9,90 EUR – erworben werden. Mitglieder des n.b.k. erhalten einen zusätzlichen Sonderrabatt.
Das Publikationsprogramm des n.b.k. umfasst sowohl Ausstellungskataloge, monografische und thematische Publikationen, Künstler*innenbücher und theoretische Schriften als auch Interviewbände, historische Reader, Anthologien und Schriftenreihen.
Mit Anna-Verena Nosthoff (Juniorprofessorin für Ethik der Digitalisierung, Universität Oldenburg) und Paul Feigelfeld (Professor für Digitalität und kulturelle Vermittlung, Universität Mozarteum Salzburg), moderiert von Christine Watty (Journalistin, Deutschlandfunk Kultur)
Was einst als Verheißung technokratischer Regierung erschien – das Potenzial einer rationalen, effizienten und neutralen Politik –, zeigt sich zunehmend als Spielfeld neuer autoritärer Formationen. Digitale Infrastrukturen wie die sozialen Medien und KI-basierte Anwendungen werden von Tech-Monopolen entwickelt, betrieben und kontrolliert. Eine Konsequenz dieser enormen Machtkonzentration ist die Beeinflussung subjektiver Meinungsbildung und politischer Entscheidungsprozesse durch einige wenige Akteure. Diese nutzen vermehrt die Möglichkeiten der algorithmischen Steuerung, Sichtbarkeit und Priorisierung von Inhalten für die Verbreitung rechtslibertärer Ansichten, die ihre eigenen marktwirtschaftlichen Interessen fördern. Gleichzeitig verschärfen die neuen datengetriebenen Systeme die Möglichkeiten der Verhaltenslenkung und Überwachung und statten autoritäre und protofaschistische Regime so mit einer infrastrukturellen Grundlage zur Durchsetzung und Stabilisierung der eigenen Herrschaft aus.
Vor diesem Hintergrund geben Anna-Verena Nosthoff und Paul Feigelfeld zunächst durch Impulsvorträge Einblicke in die […]
Mit Klaus Theweleit (Kulturtheoretiker, Freiburg), moderiert von Katja Nicodemus (Filmkritikerin und Journalistin, Die Zeit)
Im Rahmen der Arbeit Jedes Blatt eine Antwort auf das Entscheidungsproblem von Leonie Nagel entsteht während der Laufzeit der Ausstellung Memory Is a Strange Bell im n.b.k. ein Kurzfilm in Zusammenarbeit mit Teilnehmenden verschiedener Jugendtheaterprojekte in Berlin. Ausgangspunkt des Projekts ist das Spiel „Wahrheit oder Pflicht“ und die ihm eingeschriebenen Entscheidungs- und Aushandlungsprozesse. In improvisatorischer Entwicklung erarbeitet die Gruppe ein offenes Skript, das in einem gemeinschaftlichen Prozess filmisch umgesetzt wird. Die Verhandlungen über Regeln, Entscheidungen und Spielverläufe werden dabei Teil des Films. Das Ergebnis ist ein experimenteller Kurzfilm, der am Ende der Ausstellung im n.b.k. uraufgeführt wird.
Eintritt frei
Mit Kaity Fox, Keta Gavasheli, Alison M. Gingeras, Juliana Gleeson, Susanne Huber, Talia Kwartler, Christian Liclair, Tala Madani, Catherine McCormack, Lucy McKenzie, Nicole Wermers
Konzeption: Leonie Huber, Anna Sinofzik
Koordination: Krisztina Hunya, Michaela Richter
Misogynie lässt sich „als ‚Exekutivorgan‘ einer patriarchalischen Ordnung begreifen, das die allgemeine Funktion hat, dessen herrschende Ideologie zu kontrollieren und durchzusetzen“ – so Kate Manne, Moralphilosophin und eine der Beitragenden der aktuellen Ausgabe von TEXTE ZUR KUNST. Somit ist Misogynie nicht in den Vorstellungen Einzelner begründet, sondern geht von einer Männerwelt aus, die Gesellschaftsverhältnisse grundlegend konstituiert. Während weitgehend unstrittig ist, dass es sich bei der Kunstwelt historisch um eine solche Männerwelt handelte, wird heute oft davon ausgegangen, dass die Feminismen der vergangenen Jahrzehnte Wirkung gezeigt hätten und zumindest jene Bereiche der Gegenwartskunst, die sich als links und progressiv positionieren, diesem Bild nicht mehr entsprächen. Dennoch sind weibliche und nonbinäre Künstler*innen in Ausstellungen und Sammlungen weiterhin unterrepräsentiert und am Kunstmarkt im Vergleich zu ihren […]