Mit Gesprächen und Einführungen von Esther Buss, Matthias Dell, Christoph Hochhäusler, Birgit Kohler, Jan Künemund, Anne Küper, Sebastian Markt
Parallel zur Ausstellung Christoph Hochhäusler im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) zeigt das Kino Arsenal eine Werkschau aller Filme des Filmemachers. In seinen Geschichten geht es stets um Lügen und Intrigen, um Manipulation und Täuschung. Sie zeigen Betrug, Verrat und Begehren und sind nahe am Genrekino (Film noir, Krimi, Politthriller) inszeniert. Hochhäuslers im Kontext von Finanzkapitalismus, Politik, Medien und neuen Technologien angesiedeltes Kino gibt der Gegenwart und ihren komplexen Systemen eine Form.
Die Filmreihe wird kuratiert von Birgit Kohler (Programmleitung Arsenal Filminstitut, Berlin).
Podiumsdiskussion mit Marko Martin (Schriftsteller, Berlin), Kateryna Mishchenko (Essayistin, Berlin), Volker Weiß (Historiker, Hamburg), moderiert von Shahrzad Eden Osterer (Journalistin, München). Einführung: Fabian Bechtle und Leon Kahane
Die Teilnehmer*innen diskutieren, wie Vorstellungen des „Ostens“ an historische, gesellschaftliche und kulturelle Konflikte unserer Zeit gebunden sind. Wie sehr sind Projektionen auf den „Osten“ Teil einer politischen Tradition in Deutschland und welche Rolle spielt dabei die Kunst?
In deutscher Sprache, Eintritt frei
Musikperformance von Shaul Dahan (Künstler, Jerusalem) und Shlomo Pozner (Künstler, Berlin)
Während Sukkot (Laubhüttenfest) verbindet diese Performance alte liturgische Gesänge mit experimenteller Noise-Musik. Die Performance erkundet den Bereich, in dem Gebete wie Musik klingen und Worte zu Tönen werden.
Eintritt frei
Shaul Dahan (geb. 1995) ist ein in Jerusalem lebender Komponist, Synthesizer-Künstler und Klangkünstler. Dahan, dessen Wurzeln in der ultraorthodoxen Gemeinschaft liegen, verbindet liturgische Texte, biblische Gebete und Gesang mit elektronischer Musik und kanalisiert dabei die zwanghaften und ekstatischen Dimensionen religiöser Hingabe in einer intensiven und kompromisslosen Praxis. In seinen Live-Auftritten leitet er über einen modularen analogen Synthesizer Strom durch unvorhersehbare Schaltkreise und erzeugt so einen ritualistischen Klangraum, der fließend zwischen zerbrechlicher Stille und rohem Klangchaos wechselt. Seine Arbeiten wurden international in Galerien, auf Festivals und bei Kunstveranstaltungen präsentiert, darunter beim Ars Electronica Festival 2024 (Linz), im Mamuta Art and Research Center (Jerusalem, 2025), im Museum für italienisch-jüdische Kunst (Jerusalem, 2025) sowie in Chemnitz, Leipzig und Berlin (2026).
Shlomo […]
Filmscreening und Diskussion mit Evgenia Gostrer (Trickfilmkünstlerin, Berlin) und Yael Reuveny (Filmemacherin, Berlin), konzipiert und moderiert von Dr. Lea Wohl von Haselberg (Professorin Jüdischer Film und Audiovisuelle Erinnerung, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, Potsdam)
Der Film Adamah verbindet die Erfahrung und die Traumata der Shoah mit der Hoffnung auf einen Neuanfang. Avodah hingegen entwirft eine gesellschaftliche Utopie, in der Arbeit zum Motor einer gemeinsamen Zukunft wird. Wie wirken diese historischen Bilder heute – angesichts neuer Traumata, gesellschaftlicher Polarisierung und den Kulturkämpfen um Erinnerung?
Eintritt: 12 €, Tickets unter www.yorck.de/kinos/delphi-lux
Das Screening ist eine Kooperation mit der Yorck-Kinogruppe.
Diskussionen und Musik – mit Dr. Isabelle Graw (Professorin für Kunstgeschichte und Kunsttheorie, Hochschule für Bildende Künste–Städelschule, Frankfurt/ Main), Schorsch Kamerun (Theatermacher und Sänger, Hamburg), Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk (Historiker, Berlin), Masha Qrella (Sängerin und Songwriterin, Berlin), Vertreter*innen der Clubs Conne Island (Leipzig) und ://about blank (Berlin) u. a.
Konzipiert und moderiert von Andreas Fanizadeh (Kulturpolitischer Chefkorrespondent der taz, Berlin
In den 1990er Jahren schlossen sich Bands, Intellektuelle und Antifas zu „Wohlfahrtsausschüssen“ zusammen. Sie einte der Versuch, antiautoritäre Lebensweisen in Rostock, Dresden und Leipzig gegen rechtsextreme Szenen zu verteidigen. Beteiligte debattieren, was sich daraus lernen lässt und wo wir heute stehen.
In deutscher Sprache, Eintritt frei, die Veranstaltung ist auch als Livestream verfügbar
Die Diskursveranstaltung ist eine Kooperation mit der taz.
La Haluca (dt.: Die Pionierin) verweist auf einen historischen Text der bosnisch-jüdischen Autorin Luna Laura Papo Bohoreta (1891–1942), den Künstlerin Ana Hoffner ex-Prvulovic* in ihrer Performance aufgreift. Die Haluca erscheint als Projektionsfigur, in der sich jüdische Selbstbestimmung und feministische Emanzipation verschränken. Ana Hoffner ex-Prvulovic*s Performance greift diese Figur der jüdischen Frau als Pionierin auf. Durch ausgewählte, heute wenig bekannte Biografien wird die Erinnerung an die jüdische Geschichte in der Region Jugoslawien aktualisiert, die durch die Shoah, die Erinnerungspolitik des sozialistischen Jugoslawiens und die Jugoslawien-Kriege der 1990er Jahre überschrieben wurde und daher bis heute nur bedingt Teil einer kollektiven Erinnerung in der Region und darüber hinaus ist.
Eintritt frei
Projektionen auf den Osten ist ein Projekt des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) in Kooperation mit dem Schinkel Pavillon, konzipiert von Fabian Bechtle und Leon Kahane.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.
Gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Finissage der Ausstellung Projektionen auf den Osten im n.b.k.
Unter der Leitung von Marlies Rossmann, in Kooperation mit Florian Hein und auf Einladung von Jasmin Werner (Künstlerin, Berlin)
Eintritt frei
Projektionen auf den Osten ist ein Projekt des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) in Kooperation mit dem Schinkel Pavillon, konzipiert von Fabian Bechtle und Leon Kahane.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.
Gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.