2025, Fine Art Print auf Hahnemühle Photo Rag Ultra Smooth 305 g, 35 x 50 cm, Auflage 9 + 3 AP, signiert, datiert, nummeriert
Rosemarie Trockel
Rosemarie Trockels Werk, das Skulptur, Installation, Fotografie, Film und Zeichnung umfasst, ist gekennzeichnet durch subtile Gesellschaftskritik und eine andauernde Erweiterung des Kunstbegriffs. Durch die bewusste Betonung von Transformationsprozessen in der eigenen Kunstproduktion hinterfragt die Künstlerin normative Glaubenssätze, Machtverhältnisse, kulturelle Kategorien und Ästhetiken. This is not a flag von Rosemarie Trockel nimmt Bezug auf René Magrittes berühmtes Gemälde La trahison des images (Ceci n'est pas une pipe) [(Der Verrat der Bilder (Das ist keine Pfeife), 1929], das durch die Konfrontation von Text und Bild fundamentale Zweifel an der Abbildbarkeit der Realität weckt. Die Frage nach dem Verhältnis von Bild und abgebildetem Gegenstand stellte auch Jasper Johns in seiner Serie US-amerikanischer Flaggen, die er 1954 mit dem Gemälde Flag begann. Durch die Aneignung der Bundesflagge als Bildmotiv und dessen Überführung in einen kunsthistorischen Kontext hinterfragt Trockel die Macht von Symbolbildern und deren Lesart.
Rosemarie Trockel (*1952 in Schwerte / Deutschland, lebt und arbeitet in Berlin) wurde 2026 mit dem Preis der Kulturstiftung Dortmund für ihr Lebenswerk ausgezeichnet, 2014 erhielt sie den Roswitha-Haftmann-Preis und 2011 wurde ihr der Kaiserring der Stadt Goslar verliehen. Ihre Werke waren u. a. zu sehen: Galerie im Lenbachhaus, München (2024); MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Main (2022); Biennale Venedig (2022; 2019; 1999 – erste Solopräsentation einer Künstlerin im Deutschen Pavillon); Moderna Museet, Malmö (2018); Pinacoteca Giovanni e Marella Agnelli, Turin (2016); Kunsthaus Bregenz (2015); Museo National Centro de Arte Reina Sofia, Madrid (2012); New Museum, New York (2012); Serpentine Gallery, London (2012).