Ghostdance


Still


2020, 00:18:08, Farbe, Ton


Gedreht in den leeren Räumen und Depots des Ethnologischen Museums und im Museum für Asiatische Kunst in Berlin-Dahlem sowie in den zum Teil noch in der Fertigstellung befindlichen neuen Räumlichkeiten der Sammlungen im Berliner Schloss, dokumentiert die Arbeit Ghostdance in einmaliger Weise den Moment des Übergangs der Sammlungsbestände. Durch die Performance zweier Tänzer*innen (Yuko Kaseki und Edivaldo Ernesto) in den Räumen wird die Beziehung zwischen der ethnografischen Darstellung asiatischer und afrikanischer Sammlungen mit der metaphorischen Frage nach der Lebendigkeit und dem Eigenleben der Sammlungsgegenstände verknüpft, da diese nicht selten Lebensbereiche und soziale Bindungen repräsentieren. In diesem Sinne erlaubt Ghostdance einen Blick jenseits der Logistik der Restaurierung und der Taxonomien von Aufbewahrung und Ausstellung und geht über die objektivierenden Beschreibungen auf Museumsetiketten hinaus. Die Videoarbeit entlässt das hegemoniale Museum temporär aus seiner linearen Erzählung ins Vielstimmige und Unerwartete.