Rebecca Horn

Berlin-Übungen in neun StückenEinhornKopfextensionKörperfächerHandschuhfingerFederfingerGavinHahnenmaskeBleistiftmaskeKakadooBerlin-Übungen in neun Stücken

Rebecca Horn (*1944 in Michelstadt, lebt in Berlin und Paris) gehört zur ersten Generation von Künstler*innen, die sich im Zusammenhang mit Fragen nach Raum und Körper sowie Bewegung und Wahrnehmung mit Performance und Video auseinandersetzen. In den 1970er Jahren arbeitet sie mit sogenannten Körpererweiterungen, die zugleich die Grenzen zwischen Körper und Maschine aufweichen und mechanisierte rhythmische Bewegungen mithilfe von Masken, Federn oder Handschuhen in den Raum übertragen. Die künstlich evozierten Körperempfindungen bewegen sich zwischen Skulptur und Performance. Diese ästhetisch-räumliche Strategie erweitert Horn später in ihren kinetischen Objekten und Rauminstallationen, in denen die Maschinen zum Subjekt der Handlungen der Künstlerin werden.

Rebecca Horn gehört zur ersten Generation, die mittels Videotechnik ihre Performances aufzeichnet und diese auch für die Kamera inszeniert. Im Mittelpunkt steht der Körper, der durch Masken, Federanzüge und anderes transformiert wird. Mittels dieser „Körperextensionen“ entsteht ein neues nicht-rationales Körper-Raum-Verhältnis, dass in
Bleistiftmaske auch auf den künstlerischen Akt selbst, das Zeichnen, angewendet wird. Mit Buster’s Bedroom (1990) wandte sie sich später dem Kino zu.