Conditions of Political Choreography


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n.b.k. Ausstellungen – Conditions of Political Choreography

Herausgegeben von Marius Babias, Sergio Edelsztein, Sophie Goltz, Chen Tamir. Mit einem Grußwort von Horensia Völckers und Alexander Farenholtz, einer Einleitung von Sergio Edelsztein und Chen Tamir und Texten von Marius Babias, Sophie Goltz, Dorothea von Hantelmann und Moshe Zuckerman.

204 Seiten mit farb. Abb., Klappenbroschur, Deutsch/Englisch/Hebräisch, 19,80 Euro / 15,00 Euro (Mitglieder), Berlin / Tel Aviv 2018, ISBN 13 978-3-89424-966-3


Conditions of Political Choreography war ein Forschungsprojekt und eine Ausstellung, die vom Center for Contemporary Art (CCA) gemeinsam mit dem Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) initiiert wurde. International anerkannte, mit unterschiedlichen performativen Strategien arbeitende Künstler*innen aus den Bereichen bildende Kunst, Tanz, Theater und Film erhielten den Auftrag, als Reaktion auf bestimmte formale Rahmenbedingungen und spezifische sozialpolitische Fragestellungen neue Werke zu schaffen. Die Werke wurden, zunächst in Tel Aviv, dann in Berlin, in zwei experimentellen Ausstellungen präsentiert, die in der Publikation dokumentiert sind.

Die hinsichtlich der Themen und Herangehensweisen vielfältigen künstlerischen Beiträge — und die Ausstellungsarchitektur selbst —, die
Conditions of Political Choreography umfasst, werfen Fragen hinsichtlich der Grenzen von Zugehörigkeit, künstlerischen Disziplinen und aufgezwungenen Bedingungen auf. Parallel zum Überdenken von Kontexten forderte das Projekt Künstler*innen dazu heraus, einen experimentellen Rahmen zu nutzen, um gegen die Zwänge der Architektur und des Mediums der Performance vorzugehen. Podiumsdiskussionen und Künstler*innengespräche, die teilweise zu hitzigen Auseinandersetzungen führten, waren ein wesentlicher Bestandteil des Projekts. Sie brachten neue Ideen hervor, von denen einige in der vorliegenden Publikation aufgegriffen und weitergedacht werden.

Neben den Beschreibungen der einzelnen künstlerischen Projekte wurden eigens zwei Essays verfasst. Dorothea von Hantelmann diskutiert die neue Hinwendung zu hybriden Projekten, während Moshe Zuckermann die kollektive emotionale Dichotomie der deutsch-israelischen Beziehungen und die Problematik der Reparationszahlungen an Holocaust-Überlebende thematisiert. Die Publikation bietet einen Überblick über ein Projekt und ein Thema, dessen intellektuelle Stränge weit über einen leicht komprimierbaren Begriff hinausreichen.

Zu beziehen über den Buchhandel oder im Neuen Berliner Kunstverein. Mitglieder des Neuen Berliner Kunstvereins können die Publikation im n.b.k. zum Vorzugspreis von 15,00 Euro erwerben.