n.b.k. Kooperationen

Die Aktivitäten des n.b.k. werden durch längerfristige Kooperationen – etwa mit dem Verlag der Buchhandlung Walther König, mit der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) oder im Rahmen eines Residency-Programms in der Gartenstadt Atlantic – ergänzt. Im Dialog mit den Partner*innen werden die Aktivitäten des n.b.k. weiterentwickelt und in gemeinsamen Projekten verankert. Ziel der Kooperationen ist die Vermittlung von zeitgenössischer Kunst und Theorie an die breite Öffentlichkeit.

Walther König
Walther König ist eine Buchhandlung und ein Verlagshaus mit Filialen in allen großen deutschen Städten. In den Buchhandlungen und über den Vertrieb sind weltweit Bücher über moderne und zeitgenössische Kunst, Fotografie, Architektur und Kunsttheorie erhältlich. Bekannt ist König für seine große Auswahl an Künstler*innenbüchern, Ausstellungskatalogen und Monografien. Alle Buch-Publikationen des n.b.k. erscheinen in Zusammenarbeit mit dem Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln. In der Buchreihe „n.b.k. Ausstellungen“ werden Künstler*innen und ihre Werke präsentiert. „n.b.k. Diskurs“ stellt aktuelle Ansätze der Theorie und Praxis der Kunst sowie der Kunstvermittlung vor. Einblicke in das Berliner Kunstleben gibt die Reihe „n.b.k. Berlin“, in der Persönlichkeiten über den Berlin-Mythos schreiben und Position beziehen.

Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)
Die Artotheken der Zentral- und Landesbibliothek Berlin und des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) verfolgen eine umfangreiche Kooperation mit dem Ziel, die Kompetenzen beider Institutionen effizient, effektiv und programmatisch in einer zeitgemäßen und zukunftsorientierten Kulturarbeit zu bündeln. Seit Januar 2016 finden Workshops statt, in denen die beiden Institutionen ihre Zusammenarbeit entwickeln. Ebenso führen ZLB und n.b.k. seit August 2016 gemeinsame Ankaufssitzungen zum Erwerb neuer Kunstwerke durch. Die beiden Sammlungen umfassen zusammen über 6.000 Kunstwerke moderner und zeitgenössischer Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt auf Berlin. Der vielfältige Bestand der Artotheken beinhaltet Gemälde, Skulpturen, Aquarelle, Collagen, Gouachen, Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien. Alle Werke stehen den Berliner Bürger*innen für die Ausleihe zur Verfügung. Die Ausleihe ist in der ZLB mit Bibliotheksausweis unentgeltlich. In der Artothek des n.b.k. wird eine geringe Versicherungsgebühr e rhoben. Beide Artotheken verzeichnen insgesamt 20.000 Entleihungen jährlich.

Landesvertretung Brüssel
Seit mehreren Jahren kooperiert der Neue Berliner Kunstverein mit dem Büro des Landes Berlin bei der EU in Brüssel und präsentiert vor Ort Arbeiten aus der Artothek. In Zusammenarbeit mit der Landesvertretung wurden Ausstellungen zu den Themenfeldern Identität, Grenzen, Flucht und Vertreibung (2016) sowie anlässlich des 100. Jahrestages des Ersten Weltkriegs (2017/2018) realisiert; für 2019 ist eine Ausstellung zum Thema Europa geplant. Anhand zeitgenössischer künstlerischer Positionen werden aktuelle politische Themen und Tendenzen verhandelt. Wiederholt wurden ausgewählte Werke aus der n.b.k. Artothek auch in den Räumlichkeiten der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie der Komischen Oper Berlin präsentiert. 2017/2018 zeigt der n.b.k. auf Einladung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Michael Müller und anlässlich dessen Bundesratspräsidentschaft eine Reihe fotografischer Arbeiten aus der Sammlung der Artothek im Lichthof West des Deutschen Bundesrates. Die jeweiligen Ausstellungskontexte bieten die besondere Gelegenheit, die gezeigten Arbeiten aus der Sammlung der n.b.k. Artothek neu zu erschließen.

Gartenstadt Atlantic
Am Gesundbrunnen im Berliner Stadtteil Mitte befindet sich die Gartenstadt Atlantic, die nach den Originalplänen des Architekten Rudolf Fränkel saniert wurde. Die Idee der Gartenstadt als unabhängige Stadt geht auf den Engländer Ebenezer Howard zurück, der damit nicht nur naturnahes Wohnen verband. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verknüpfte er sozial-utopische Ideen mit der Reformbewegung. Im Vordergrund stand die Einheit von Wohnen und Arbeit, Kultur und Bildung. Heute ist die Gartenstadt Atlantic eine urbane Insel mitten in Berlin. Seit ihrer Wiedereröffnung 2005 ist sie mit dem Lichtburg-Forum zu einem Zentrum kulturellen Lebens gewachsen. Neben Stipendiat*innen des deutschen PEN-Zentrums wohnen und arbeiten Gäste des n.b.k. in einer eigens eingerichteten Atelierwohnung und können neue oder bestehende Projekte verfolgen. Der n.b.k. lädt Künstler*innen, Kulturproduzent*innen, Filmemacher*innen und Theoretiker*innen als Residency-Gäste ein.

Nordstern Videokunstzentrum
Von 2012–2016 bespielte der Neue Berliner Kunstverein das Nordstern Videokunstzentrum im denkmalgeschützten Nordsternturm in Gelsenkirchen. Auf fünf Stockwerken fanden im jährlichen Turnus Wechselausstellungen internationaler Videokunst mit Arbeiten aus den Beständen des 1971 gegründeten n.b.k. Video-Forums statt, der ältesten und einer der größten Videokunstsammlungen Deutschlands mit mehr als 1.600 Werken. Zusätzlich zu den Ausstellungen diente das Displaysystem Ellen (2008) von Silke Wagner als Präsentationsort internationaler Videopraxis von der Frühzeit bis in die Gegenwart. Insgesamt wurden 116 Werke von 115 Künstler*innen sowie 20 weitere Beiträge und Dokumentationen gezeigt. Angelegt auf mehrere Jahre, bot die Zusammenarbeit mit dem Gelsenkirchener Nordstern Videokunstzentrum die Möglichkeit, neue Sichtweisen auf die Sammlung zu entwickeln und Werke in immer neuen Konstellationen und Kontexten sowie in einem ganz besonderen räumlichen Gefüge zu präsentieren, in dem Videokunst und historisches Industriedenkmal einen einzigartigen Synergieeffekt entwickelten.

Akademie c/o Neuer Berliner Kunstverein
Nach zwei Jahren regelmäßiger Seminare in der Temporären Kunsthalle Berlin gastierte die Vortragsreihe Akademie c/o von 2011–2014 im Neuen Berliner Kunstverein. Akademie c/o ist ein gemeinsames Projekt des Masterprogramms a42.org der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg (Arno Brandlhuber, Silvan Linden) mit Christian Posthofen (Buchhandlung Walther König, Berlin) und Anna-Catharina Gebbers (Kuratorin und Autorin, Berlin) in Kooperation mit Arch+. Als zentrale Fragestellung wird die „Raumproduktion der Berliner Republik“ behandelt. Im direkten Rückgriff auf Diskurse der Architektursoziologie, Kulturgeografie, Designtheorie, Stadtsoziologie und Landschaftstheorie werden Begriffe und Verständnisperspektiven für die gegenwärtigen stadträumlichen Transformationsprozesse herausgearbeitet. Es werden offene Seminare durchgeführt, die Raum lassen für Diskussion und Widerspruch. Die Akademie c/o hat über 600 eingeschriebene Teilnehmer*innen und versteht sich als öffentliches Diskussionsforum.