Donnerstag, 25. Juni 2020, 19 Uhr
Monika Baer: Ausstellungsgespräch mit Tonio Kröner

Ausstellungsgespräch anlässlich der Ausstellung Monika Baer. Neue Bilder mit Monika Baer und Tonio Kröner (Künstler, Berlin)

Eine Aufzeichnung des Gesprächs ist ab 9. Juli hier zu sehen


Anlässlich ihrer Auszeichnung mit dem Hannah-Höch-Preis 2020 des Landes Berlin präsentiert Monika Baer eine neue Konstellation großformatiger Gemälde und kleinformatiger Collagen im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.). Als Auftakt einer Reihe von Ausstellungsgesprächen treffen sich Monika Baer und Tonio Kröner vor Ort, um Baers künstlerische Praxis und aktuellsten Versuchsanordnungen zu erörtern, die im letzten Jahr in Los Angeles begonnen wurden.

Monika Baers seriell angelegte Werkkomplexe bedienen sich verschiedenartiger malerischer Traditionen und Techniken, von monochromen und gegenständlichen Ansätzen bis hin zum Aufbrechen der Leinwandfläche. Während ihres Studiums in den 1980er Jahren stellte die Kunstkritik angesichts der damals vorherrschenden Repolitisierung künstlerischer Praxis den Autonomieanspruch und den Innovationscharakter der Malerei in Frage. Aus diesem Konfliktfeld heraus entschied sich Baer bewusst für die Malerei – mit dem Interesse, die Voraussetzungen im Umgang mit dem Medium weiterhin zu problematisieren, was bis heute eine ihrer zentralen künstlerischen Fragestellungen geblieben ist.


Monika Baer (*1964 in Freiburg im Breisgau, lebt und arbeitet seit 1999 in Berlin) studierte Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Sie lehrt an der Hochschule für Bildende Künste Städelschule in Frankfurt am Main, 2018–2019 war sie Regents’ Lecturer an der University of California in Los Angeles. Zuvor hatte sie eine Professur am Bard College, New York, inne. Einzelausstellungen (Auswahl): Kunstmuseum Bonn (2019); Kestner Gesellschaft, Hannover (2016); Museum Abteiberg, Mönchengladbach (2016); Art Institute of Chicago (2013); Pinakothek der Moderne, München (2006); Bonnefantenmuseum, Maastricht (2005).

Tonio Kröner (*1984 in Datteln) lebt in Berlin, wo er als Künstler arbeitet. Zuletzt war seine Arbeit in der Lumiar Cité in Lissabon zu sehen (2019/2020). Bis 2018 war er als Kurator am Museum Brandhorst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, tätig. Dort entwickelte er u.a. die Ausstellungen
Jutta Koether – Tour de Madame (2018) und Painting 2.0 – Expression in the Information Age (2016) mit.