Sonntag, 28. April 2019, 20 Uhr
Jens Friebe

Jens Friebe, 2018 © Staatsakt/Max Zerrahn
Konzert

Jens Friebe (*1975 in Lüdenscheid) lebt und arbeitet als Musiker und Autor in Berlin. Seit 2004 hat er sechs Solo-Alben veröffentlicht, auf denen er mit charakteristischem Wortwitz ebenso beschwingt wie treffsicher den Zeitgeist besingt. Wiederholt wird Friebe als einer der besten deutschen Songwriter gelobt, dessen vieldeutige Texte gleichermaßen lakonisch, pathetisch wie kämpferisch angelegt sind und uneitel von menschlichen Absurditäten und Sehnsüchten erzählen. Auf sein Debüt-Album Vorher Nachher Bilder, das von Kritiker*innen als eines der besten deutschen Pop-Alben des Jahres bewertet wurde, folgten In Hypnose (2005), Das mit dem Auto ist egal, Hauptsache dir ist nichts passiert (2007), Abändern (2010), Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus (2014) sowie jüngst Fuck Penetration (2018).

Klanglich zwischen Independent- und Electro-Pop, Hamburger Schule, Neuer Deutscher Welle sowie Eurodisco angesiedelt und sowohl durch deutschsprachige Fun-Punk-Bands wie
Die Ärzte oder Die Goldenen Zitronen geprägt als auch durch den Avantgarde-Pop von Foyer des Arts beeinflusst, ist Friebes Werk durch eine intensive Auseinandersetzung mit Musikkultur gekennzeichnet, die sich auch in seiner Arbeit als Autor wiederspiegelt: So schrieb er regelmäßig für das Musikmagazin Intro; 2007 veröffentlichte er das Buch 52 Wochenenden: Texte zum Durchmachen, das Einblick gibt in den Alltag von Konzerten, Partys und Tourleben. Friebe spielt regelmäßig Schlagzeug für die Band Britta und arbeitet auch im Rahmen eigener Auftritte und Produktionen mit anderen Musiker*innen zusammen. Stefan Papst von der Gruppe Ja, Panik gestaltete mit einer Kupferstichcollage das Cover von Fuck Penetration, während Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus mit einer Fotografie von Daniel Josefsohn illustriert wurde.

In den Songs seines neuen Albums widmet Friebe sich ebenso humorvoll wie kritisch Geschlechterrollen, Phallokratie und Fantasielosigkeit, scheiternder Liebe, Enttäuschung und Aufbruch. Nach einer ersten Tour anlässlich der Veröffentlichung von
Fuck Penetration präsentiert Jens Friebe Auszüge aus seinem Werk in einem Konzert im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.).

Eintritt frei