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Camera Sale

1992, 2026, Silbergelatinedruck, 27,9 x 35,2 cm (ungerahmt), 32,2 x 39,4 cm (gerahmt), Auflage 5 + 1 AP, signiert, datiert, nummeriert, Preis zzgl. Sonderrahmung

Preis
4.500 € / 4.200 € (Mitglieder)
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Moyra Davey


Die Künstlerin, Filmemacherin und Autorin Moyra Davey ist bekannt für ihre essayistische Praxis, die Text und Bild auf nicht-hierarchische Weise zusammenbringt und Prozesse des Beobachtens, Abbildens und Schreibens erfahrbar macht. Ihre Arbeit reflektiert Daveys Faszination für das Alltägliche, das „rohe Material des Lebens“ (Davey) und die vielfältigen gestalterischen Möglichkeiten, es in der eigenen Praxis zum Ausdruck zu bringen. Neben dem Interesse an ihrer direkten Umgebung reflektiert Daveys Arbeit zudem ihre andauernde Auseinandersetzung mit literarischen Werken anderer Autor*innen. Ihre erste institutionelle Überblicksausstellung in Deutschland, die 2025 im n.b.k. stattfand, umfasste mehr als drei Jahrzehnte von Daveys Praxis und präsentierte Fotografie, Video, Arbeiten auf Papier sowie ihr neues Künstlerinnenbuch Portrait Mode. Die Künstlerin widmete sich in den 1990er Jahren vermehrt der Abbildung von Objekten und Umgebungen: Sie hielt fotografisch das fest, was sie damals als „analoge Welt“ bezeichnete, zum Beispiel einen beliebten Fotoladen in der New Yorker Canal Street, der von Super-8-Filmemacher*innen frequentiert wurde, oder Berge alter Computerteile, die in einem Industriegebäude gelagert wurden. All diese Bilder zeigen Dinge, die damals kurz vor dem Verschwinden oder der Ablösung durch eine neue Technologie standen. Für das n.b.k. Editionsprogramm greift Davey auf eine dieser ikonischen Werkserien zurück und präsentiert eines der Motive erstmalig in einer limitierten Auflage.


Moyra Daveys Werke wurden zuletzt gezeigt u. a.: Neuer Berliner Kunstverein (2025); Palais de Tokyo, Paris (2023); Museum of Modern Art, New York (Solo, 2022); Carnegie Museum of Art, Pittsburgh (2022); National Gallery of Canada, Ottawa (Solo, 2020); Kunsthaus Wien (2018); documenta, Kassel / Athen (2017); mumok, Wien (Solo, 2014). Davey wurde 2020 mit dem Guggenheim Fellowship und 2018 mit dem Scotia Bank Photography Award ausgezeichnet.