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Symposium Berlin plant. Stunde Null

Samstag, 20. Juni 2026, 13:00 Uhr

Symposium
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Kuppelhalle im silent green Kulturquartier, Gerichtstraße 35, 13347 Berlin

Mit Michael Augustin, Ralf Bock, Greg Castillo, Andrea Contursi, Simone Hain, Christa Kamleithner, Christina Lindemann, Philipp Oswalt, Hansjörg Schneider, Axel Zutz, moderiert von Thomas Flierl

Parallel zur Ausstellung Berlin plant. Stunde Null findet ein eintägiges Symposium im silent green Kulturquartier statt. Es widmet sich der Mehrdimensionalität des Kollektivplans und dessen Entstehung, die sich mit der „Stunde Null“ und den drängenden Forderungen nach einem radikalen gesellschaftlichen Neuanfang verband. 1946 war der Kollektivplan stadtplanerisch auf der Höhe seiner Zeit und zugleich seiner Zeit voraus. Unter Einbeziehung des derzeitigen Forschungsstandes ergründen die Vorträge die Referenzmodelle der Planung, verborgene biografische Netzwerke vor, während und nach der NS-Zeit sowie die unterschiedliche Rezeptionsgeschichte in Ost- und West-Berlin. Eingehend thematisiert werden die wegweisenden stadt- und architekturbezogenen, ökologischen, stadtlandschaftlichen und partizipativen Impulse des Kollektivplans. Die Betrachtung einer vergangenen Zukunft eröffnet zurück- und vorausblickend einen Diskurs zur aktuellen Handlungs- und Erneuerungsfähigkeit unserer Gesellschaft und zur Frage: Wohin?


Programm

13 Uhr

Ein Plan wie keiner zuvor. Der Kollektivplan von 1946 und das Ausstellungsprojekt Berlin plant. Erster Bericht als Vergegenwärtigung und Gesprächsangebot

Einführung von Hansjörg Schneider, Künstler, Berlin

13.30 Uhr

berlin (1993)

Gedicht von Michael Augustin, Autor, Bremen

14 Uhr

Urban Planning in the Context of Non-Utopian Postwar Orders: Hans Scharoun’s Unrealized Urban Ideals for Berlin and Walter Gropius’ Abandoned Plan for the Redevelopment of Frankfurt/Main

Vortrag von Greg Castillo, Prof. für Architektur am College for Environmental Design, University of California, Berkeley

14.30 Uhr

Die Rezeption des Kollektivplans 1946 in Ost und West

Vortrag von Simone Hain, Prof. für Architektur- und Planungsgeschichte, Berlin

15 Uhr

Städtebau und -planung am Bauhaus (Bauhaus, MASCH und CIAM-Analyse Berlin)

Vortrag von Andrea Contursi, Architekt und Forscher, studio_MMSD, Düren

16 Uhr

Das Kollektiv. Biografische Netzwerke

Vortrag von Simone Hain, Prof. für Architektur- und Planungsgeschichte, Berlin

16.30 Uhr

Das grüne Berlin. Das Stadt-Landschafts-Konzept Reinhold Lingners und des Kollektivplans

Vortrag von Axel Zutz, Landschaftsgärtner, Garten- und Planungshistoriker, Berlin

17 Uhr

Hans Scharoun. Bauen für die Demokratie – Gestalt finden für die offene Gesellschaft

Vortrag von Ralf Bock, Architekt und Autor, BauWerkStadt, Wien

17.30 Uhr

Das Fortwirken des Kollektivplans in der Stadtplanung der DDR bis zum Generalbebauungsplan von Berlin / DDR

Vortrag von Christina Lindemann, Architektin und Stadtplanerin, Werkstadt, Berlin

18.15 Uhr

P.L.A.N. (Wie planen im Anthropozän, wie planen in Berlin?)

Diskussion mit Simone Hain (Prof. für Architektur- und Planungsgeschichte, Berlin), Christa Kamleithner (Architekturhistorikerin und Kulturwissenschaftlerin, Kunsthistorisches Institut der Universität Zürich), Philipp Oswalt (Prof. für Architekturtheorie und Entwerfen, Universität Kassel)

Moderation: Thomas Flierl (Architektur- und Planungshistoriker, Berlin)

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich