Shaun Motsi, Masters, 2023
Donnerstag, 16. April 2026, 19:00 Uhr
Masters (38 min) von Shaun Motsi ist ein spekulativer Kurzfilm, der sich mit der Produktion und Verbreitung von Wissen in Online-Formaten zwischen Bildung und Unterhaltung auseinandersetzt. Der Film versammelt multigenerationelle, Schwarz-diasporische Charaktere, die sich durch die Institutionalisierung Schwarzer Perspektiven im kulturellen und medialen Mainstream navigieren. Er untersucht das aufkommende Format des Online-Edutainments und wie etablierte Praktiken der Wissensproduktion und -verbreitung oft rassistische Hierarchien perpetuieren.
Der Künstler Shaun Motsi erforscht in seiner interdisziplinären künstlerischen Praxis, die Installation, Skulptur, Video, Zeichnung und Malerei umfasst, historische Zusammenhänge und Verstrickungen, die der Zirkulation von Bildern und der Schulung und Manipulation des Blickes zugrunde liegen. In seiner neuen mehrteiligen Werkserie Spectacles (2025/2026), die als ortspezifische Installation im n.b.k. in der Gruppenausstellung Memory Is a Strange Bell (14. März – 3. Mai 2026) zu sehen ist, greift Motsi die historische Praxis des Vorführens von rassifizierten Körpern in Ausstellungen auf und untersucht, wie dieses Erbe heutige Sehgewohnheiten prägen könnte.
Shaun Motsi (*1989 in Harare / Simbabwe, lebt in Berlin), studierte bis 2020 Freie Bildende Kunst an der Städelschule in Frankfurt/Main. Er gewann 2020 den Absolvent*innenpreis der Sammlung Pohl sowie den Colliers International Rundgang-Preis der Städelschule. Seine Arbeiten waren u. a. zu sehen: MMK Tower, Frankfurt/Main (2025); Deichtorhallen, Hamburg (2024); Haus der Kunst, München (2024); Elvira, Frankfurt/Main (2021); Shedhalle, Zürich (2020); Portikus, Frankfurt/Main (2020); Berlin Biennale (2016).
Eintritt frei
