Der kulturelle Osten
Freitag, 25. September 2026, 19:00 Uhr
Podiumsdiskussion mit Marko Martin (Schriftsteller, Berlin), Kateryna Mishchenko (Essayistin, Berlin), Volker Weiß (Historiker, Hamburg), moderiert von Shahrzad Eden Osterer (Journalistin, München). Einführung: Fabian Bechtle und Leon Kahane
Die Teilnehmer*innen diskutieren, wie Vorstellungen des „Ostens“ an historische, gesellschaftliche und kulturelle Konflikte unserer Zeit gebunden sind. Wie sehr sind Projektionen auf den „Osten“ Teil einer politischen Tradition in Deutschland und welche Rolle spielt dabei die Kunst?
In deutscher Sprache, Eintritt frei
Teilnehmer*innen
Marko Martin (geb. 1970) verließ im Mai 1989 als Kriegsdiensttotalverweigerer die DDR und lebt, sofern nicht auf Reisen, als Schriftsteller in Berlin. Für sein literarisches Werk erhielt er u.a. den Ovid-Preis und den Reiner-Kunze-Preis (beide 2025). Zuletzt erschienen: Und es geschieht jetzt. Jüdisches Leben nach dem 7.Okober (2024) sowie Freiheitsaufgaben (2025; beide im Verlag Tropen / Klett-Cotta, Stuttgart).
Kateryna Mishchenko (geb. 1984 in Poltawa / Ukraine), ist Essayistin, Übersetzerin und Verlegerin in Kyjiw. Sie arbeitete als Dolmetscherin im menschenrechtlichen Bereich und war Mitbegründerin der Zeitschrift Prostory. 2015 erschien ihr Buch Ukrainische Nacht / Ukrainian Night / Ukrajinska nitsch (Leipzig: Spector Books). Sie publiziert Essays in internationalen Zeitschriften und Anthologien. Im Jahr 2022/2023 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. 2023 erschien Aus dem Nebel des Krieges. Die Gegenwart der Ukraine (hrsg. mit Katharina Raabe, Berlin: Suhrkamp). Sie lebt in Berlin.
Shahrzad Eden Osterer (geb. 1984 in Teheran) entschied sich mit zwanzig Jahren, ihre Heimat zu verlassen. Seit 2010 arbeitet sie als Journalistin und Autorin für verschiedene Medien, vor allem für die ARD. Als Expertin äußert sie sich regelmäßig zu den Themen Naher Osten, Antisemitismus und Frauenrechte. Durch ihre Berichterstattung und ihre Kontakte zur iranischen Zivilgesellschaft gilt sie im deutschsprachigen Raum als eine der profiliertesten Stimmen zum Iran.
Dr. phil. Volker Weiß (geb. 1972), Historiker, war viele Jahre als Fachautor für Die Zeit und Zeit Geschichte, Jungle World, Frankfurter Rundschau, FAZ, Taz sowie Spiegel-Online tätig und schreibt heute exklusiv für die Süddeutsche Zeitung. Er ist einer der besten Kenner der neurechten Szene. Sein Buch Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes (Stuttgart: Klett-Cotta, 2017) gilt als Standardwerk zum Thema und wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017 nominiert.
Projektionen auf den Osten ist ein Projekt des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) in Kooperation mit dem Schinkel Pavillon, konzipiert von Fabian Bechtle und Leon Kahane.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.
Gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

