nbk-logo

Martin Eberle, o. T., aus der Serie »Hi Schatz!«, 2003, Inkjetdruck auf Museo Max, 32,5 × 44 cm © Martin Eberle

Shaun Motsi, Untitled (White Mask), 2025, Acrylfarbe auf grundiertem PLA-Kunststoff, Video-Loop, 27 x 17,2 x 10 cm © Foto: Shaun Motsi

Nadja Buttendorf, rosie – teh next generation, 2025, Screenshot © Foto: Nadja Buttendorf

Noi Fuhrer, Claw Machine, Kohle auf Papier, 2025, 118 x 90 cm © Foto: CHROMA

Martin Eberle, o. T., aus der Serie »Hi Schatz!«, 2003, Inkjetdruck auf Museo Max, 32,5 × 44 cm © Martin Eberle

Shaun Motsi, Untitled (White Mask), 2025, Acrylfarbe auf grundiertem PLA-Kunststoff, Video-Loop, 27 x 17,2 x 10 cm © Foto: Shaun Motsi

Nadja Buttendorf, rosie – teh next generation, 2025, Screenshot © Foto: Nadja Buttendorf

Noi Fuhrer, Claw Machine, Kohle auf Papier, 2025, 118 x 90 cm © Foto: CHROMA

Martin Eberle, o. T., aus der Serie »Hi Schatz!«, 2003, Inkjetdruck auf Museo Max, 32,5 × 44 cm © Martin Eberle

Shaun Motsi, Untitled (White Mask), 2025, Acrylfarbe auf grundiertem PLA-Kunststoff, Video-Loop, 27 x 17,2 x 10 cm © Foto: Shaun Motsi

Nadja Buttendorf, rosie – teh next generation, 2025, Screenshot © Foto: Nadja Buttendorf

Noi Fuhrer, Claw Machine, Kohle auf Papier, 2025, 118 x 90 cm © Foto: CHROMA

Memory Is a Strange Bell

14. März 2026 – 3. Mai 2026


Erdgeschoss

Künstler*innen: İpek Burçak, Nadja Buttendorf, Markus Draper, Martin Eberle, Noi Fuhrer, Olga Monina, Shaun Motsi, Leonie Nagel, Ania Nowak, Niclas Riepshoff, Max Schaffer, Alina Schmuch, Antje Taubert, Sergio Zevallos

Kuratorinnen: Lidiya Anastasova, Antje Weitzel


Der Neue Berliner Kunstverein (n.b.k.) und das Künstlerhaus Bethanien präsentieren gemeinsam Arbeiten von Künstler*innen, die 2025 mit dem Arbeitsstipendium Bildende Kunst des Berliner Senats ausgezeichnet wurden. Die Ausstellung wird parallel in beiden Häusern realisiert und versammelt jeweils internationale künstlerische Positionen von in Berlin lebenden und arbeitenden Künstler*innen. Sie macht einmal mehr deutlich, welche zentrale Rolle verlässliche Förderstrukturen für die Produktion und Vermittlung zeitgenössischer Kunst einnehmen.


Die gezeigten Positionen verbindet eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, politischen und historischen Fragestellungen sowie die kritische Reflexion von Machtverhältnissen, Normen und Ideologien. In einem breiten Spektrum an ästhetischen Ansätzen und Medien – darunter Video, Sound, Fotografie, Malerei, Zeichnung, Installation und Performance – verhandeln die Arbeiten unterschiedliche, teils widersprüchliche Erfahrungs- und Wirklichkeitsräume. Dabei werden sichtbare und unsichtbare Machtstrukturen thematisiert, die die individuelle und kollektive Wahrnehmung sowohl im physischen wie auch im digitalen Raum bestimmen sowie die Kanonisierung von Wissen und kulturellen Ausdrucksformen prägen.


Weitere Arbeiten kreisen um Phänomene der Erinnerung – ihre Prozesshaftigkeit, Fragilität und inhärente Ambivalenz. Darauf verweist auch der Titel der Ausstellung, inspiriert von einer Zeile aus einem Brief der US-amerikanischen Dichterin Emily Dickinson (*1830 †1886) an ihre Schwester: „Memory is a strange Bell – Jubilee, and Knell“ („Erinnerung ist eine sonderbare Glocke – Jubelfeier und Trauergeläut“). In der Metapher des Glockenläutens, das sowohl Freude als auch Verlust markiert, wird Erinnerung als ambivalenter, dynamischer Prozess lesbar – nicht als statische Fixierung, sondern als fortwährende, komplexe Bewegung. Zugleich spielt das Zitat auf eine Gegenwart an, die von paradoxen Spannungen geprägt ist, ein fortwährendes Pendeln zwischen multiplen Krisen und dem Streben nach Fortschritt und Wachstum.



Ausstellungen


Neuer Berliner Kunstverein, Chausseestraße 128/129, 10115 Berlin

Eröffnung: 13. März 2026, 19 Uhr

Laufzeit: 14. März – 3. Mai 2026

Künstler*innen: Nadja Buttendorf, Markus Draper, Martin Eberle, Noi Fuhrer, Shaun Motsi, Leonie Nagel

Kuratorin: Lidiya Anastasova

Diskurs- und Outreachprogramm in Zusammenarbeit mit Feben Amara


Künstlerhaus Bethanien, Kottbusser Str. 10/d, 10999 Berlin

Eröffnung: 19. März 2026, 19 Uhr

Laufzeit: 20. März – 17. Mai 2026 

Künstler*innen: İpek Burçak, Olga Monina, Ania Nowak, Niclas Riepshoff, Max Schaffer, Alina Schmuch, Antje Taubert, Sergio Zevallos

Kuratorin: Antje Weitzel

bethanien.de



Diskurs- und Outreachprogramm im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.)


Samstag, 21. März 2026

Ausstellungsrundgang

15 Uhr Neuer Berliner Kunstverein / 17 Uhr Künstlerhaus Bethanien

In deutscher und englischer Sprache


Donnerstag, 16. April 2026, 19 Uhr

Shaun Motsi, Masters, 2023

Filmscreening

In englischer Sprache


Samstag, 25. April 2026, 17 Uhr

Techfaschismus. Macht und Autoritarismus im digitalen Raum

Podiumsdiskussion mit Anna-Verena Nosthoff (Juniorprofessorin für Ethik der Digitalisierung, Universität Oldenburg) und Paul Feigelfeld (Professor für Digitalität und kulturelle Vermittlung, Universität Mozarteum Salzburg), moderiert von Christine Watty (Journalistin, Deutschlandfunk Kultur)

In deutscher Sprache


Sonntag, 3. Mai 2026, 17 Uhr

Film-Präsentation

Im Rahmen der Arbeit von Leonie Nagel, mit Teilnehmenden verschiedener Jugendtheaterprojekte in Berlin

In deutscher Sprache


Eintritt frei zu allen Veranstaltungen



Für das Diskursprogramm im Künstlerhaus Bethanien siehe bethanien.de



Publikation

Anlässlich der Ausstellung erscheint eine zweisprachige Publikation (DE/EN) in der Reihe „n.b.k. Berlin“ im Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König.