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Ausstellungsansicht Berlin plant – Erster Bericht, Berliner Stadtschloss, 1946

Berlin plant. Stunde Null

6. Juni 2026 – 2. August 2026


Erdgeschoss

Eine Ausstellung zum 80-jährigen Jubiläum des Stadtentwicklungsplans „Kollektivplan“

Mit Beiträgen und Dokumenten von Karl Böttcher, Willy Karl (Wils) Ebert, Peter Friedrich, Ludmilla Herzenstein, Reinhold Lingner, Hans Scharoun, Luise Seitz, Selman Selmanagić, Herbert Weinberger u. a.

Kurator: Hansjörg Schneider

Ko-Kurator*innen: Thomas Flierl, Simone Hain

Rekonstruktion: Daniel Lordick

Projektleitung: Susanne Mierzwiak


Das Ausstellungsprojekt Berlin plant. Stunde Null im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) rekonstruiert und kontextualisiert die historische Ausstellung Berlin plant – Erster Bericht, die 1946 im provisorisch herge-richteten Weißen Saal des Berliner Schlosses den sogenannten Kollektivplan zum Wiederaufbau Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg einer breiten Öffentlichkeit vorstellte. Zum 80-jährigen Jubiläum soll die Aktualität dieses radikalen städtebaulichen Entwurfs beleuchtet werden. Verantwortlich war ein Planungskollektiv, beauftragt von Stadtbaurat Hans Scharoun, zu dessen engerem Kreis Wils Ebert, Peter Friedrich, Ludmilla Herzenstein, Reinhold Lingner und Herbert Weinberger zählten.


Der n.b.k. erinnert an diese historische Ausstellung, die wegweisende ökologische Grundlagen des Bauens vorwegnahm und partizipatorische Ansätze verfolgte, mit einer begehbaren Rekonstruktion im Maßstab 1:4. Gezeigt werden teils unveröffentlichte Originalpläne und Materialien, zudem wird die wechselvolle historische Rezeption des Kollektivplans zwischen Ablehnung, Verdrängung und Fortwirken reflektiert. Darüber hinaus thematisiert das Projekt den Diskurs um die „Stunde Null“. Der umstrittene Begriff impliziert sowohl die bedingungslose Kapitulation und den totalen wirtschaftlichen und moralischen Zusammenbruch Nazi-Deutschlands 1945 als auch den erhofften Neubeginn ohne die Bürden der Vergangenheit.


Parallel zur Ausstellung zeigt der n.b.k. ein Kinoprogramm mit „Trümmerfilmen“ in Kooperation mit dem Babylon, am 20. Juni findet außerdem ein eintägiges Symposium im silent green Kulturquartier statt.


Diskursprogramm


11. Juni – 2. August 2026

Filmprogramm im Babylon

Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin

Mit Gesprächen und Vorträgen von Michael Baute, Volker Heise, Edgar Reitz und Margarethe von Trotta

Weitere Infos sowie alle Screening-Termine finden Sie hier


Samstag, 20. Juni 2026, 13–20.30 Uhr

Symposium im silent green Kulturquartier

Gerichtstraße 35, 13347 Berlin

Mit Michael Augustin, Ralf Bock, Greg Castillo, Andrea Contursi, Simone Hain, Christa Kamleithner, Christina Lindemann, Philipp Oswalt, Hansjörg Schneider, Axel Zutz, moderiert von Thomas Flierl

Weitere Informationen und das volle Programm finden Sie hier


Publikation


Anlässlich der Ausstellung erscheint eine zweisprachige Publikation (DE/EN) in der Reihe „n.b.k. Ausstellungen“ im Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, Köln.