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Bani Abidi, 2016, Foto: Jens Ziehe
Bani Abidi. An Unforeseen Situation, Ausstellungsansicht Neuer Berliner Kunstverein, 2017 ©️ Neuer Berliner Kunstverein / Jens Ziehe
Bani Abidi. An Unforeseen Situation, Ausstellungsansicht Neuer Berliner Kunstverein, 2017 ©️ Neuer Berliner Kunstverein / Jens Ziehe
Bani Abidi, 2016, Foto: Jens Ziehe
Bani Abidi. An Unforeseen Situation, Ausstellungsansicht Neuer Berliner Kunstverein, 2017 ©️ Neuer Berliner Kunstverein / Jens Ziehe
Bani Abidi. An Unforeseen Situation, Ausstellungsansicht Neuer Berliner Kunstverein, 2017 ©️ Neuer Berliner Kunstverein / Jens Ziehe
Bani Abidi, 2016, Foto: Jens Ziehe
Bani Abidi. An Unforeseen Situation, Ausstellungsansicht Neuer Berliner Kunstverein, 2017 ©️ Neuer Berliner Kunstverein / Jens Ziehe
Bani Abidi. An Unforeseen Situation, Ausstellungsansicht Neuer Berliner Kunstverein, 2017 ©️ Neuer Berliner Kunstverein / Jens Ziehe

Bani Abidi. An Unforeseen Situation

7. März 2017 – 30. April 2017


Showroom

Kuratorin: Kathrin Becker


Bani Abidi thematisiert Nationalismus und Staatsmacht sowie die Tendenzen der Zivilgesellschaft, staatlicher Einflussnahme affirmativ oder mit subtilem Widerstand zu begegnen. Sie geht von alltäglichen und historischen Ereignissen aus, die sie häufig fiktionalisiert. Dabei begegnet sie offiziellen Maßnahmen zur überformung der Erinnerungskultur mit einem Humor, der sich aus der überzeugung speist, dass die Darstellung von Geschichte häufig durch aktuelle politische Machtansprüche geprägt ist.


In der Videoarbeit An Unforeseen Situation (2015) bezieht sich Abidi auf eine Reihe von staatlich inszenierten Wettkämpfen, veranstaltet vom Ministerium für Sport in der pakistanischen Region Punjab im Jahr 2014. Berichten zufolge brach Pakistan während dieser Massenveranstaltungen mehrere Weltrekorde. Bani Abidi nimmt dies zum Anlass, ihre eigene Version eines solchen Ereignisses zu erzählen: ein gescheiterter Wettbewerb um das größte Massensingen der Nationalhymne. Sie entlarvt so die Absurdität derartiger Interaktionen zwischen staatlicher Inszenierung und ziviler Performance.


Fakten und Fiktion durchmischen sich in Bani Abidis Video- und Fotografie-basierten Werk, das gleichzeitig mit Elementen des Dokumentarischen spielt. Ansprüche auf einen „Wahrheitsgehalt“ der Bilder und Vorstellungen von einer Klassifizierung von Menschen auf der Basis religiöser überzeugungen oder kultureller Praktiken werden bei Abidi konstant unterlaufen.



Bani Abidi (*1971 in Karatschi / Pakistan, lebt in Berlin und Karatschi), Einzelausstellungen u. a.: Kunsthaus Hamburg (2016); Dallas Contemporary (2015); Experimenter, Kalkutta (2013); Baltic Center for Contemporary Art, Gateshead (2011). Gruppenausstellungen u. a.: Aga Khan Museum, Toronto (2014/2015); Berlin Biennale (2014); Guggenheim Museum, New York (2013); ICA, London (2013); Württembergischer Kunstverein Stuttgart (2013; 2012); Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2012); Kochi-Muziris Biennale (2012); Shanghai Biennale (2012); dOCUMENTA (13), Kassel (2012); National Taiwan Museum of Fine Arts (2011); Devi Art Foundation, Delhi (2011); ZKM, Karlsruhe (2011, 2007); Whitechapel Art Gallery, London (2010); Fotomuseum Winterthur (2010); Marrakech Biennale (2009); Lyon Biennale (2009); Asia Society, New York (2009, 2006); Gwangju Biennale (2008); Seoul International Media Art Biennale (2008); Singapore Biennale (2006).

Der Neue Berliner Kunstverein wird gefördert durch die LOTTO-Stiftung Berlin.