Lost in America

10. September 2020 – 17. Januar 2021



Lost in America, Ausstellungsansicht Neuer Berliner Kunstverein, 2020, Faksimiles aus dem Michael Asher Archive, Werke von Jimmie Durham, Carver Audain, Sam Durant © Foto: n.b.k. / Jens ZieheLost in America, Ausstellungsansicht Neuer Berliner Kunstverein, 2020, Werke von Calla Henkel / Max Pitegoff, Jessica Vaughn, John Steuart Curry, Faksimiles aus dem Michael Asher Archive © Foto: n.b.k. / Jens Ziehe
Lost in America, Ausstellungsansicht Neuer Berliner Kunstverein, 2020, Werke von Sam Durant, Ken Lum, Caitlin MacBride © Foto: n.b.k. / Jens Ziehe
Aktueller Hinweis
Aufgrund der aktuellen Anordnungen des Berliner Senats bleiben die Ausstellungen des n.b.k. vom 2.–30.11.2020 geschlossen.


Künstler*innen: Michael Asher, Carver Audain, John Steuart Curry, Sam Durant, Jimmie Durham, Andrea Fraser, Dan Graham, Renée Green, Calla Henkel / Max Pitegoff, Mike Kelley, Caitlin MacBride, Jill Magid, Ken Lum, Adrian Piper, Martha Rosler, Cameron Rowland, Robert Venturi / Denise Scott Brown, Jessica Vaughn, Marisa Williamson

Kurator: John Miller

Mit
Lost in America präsentiert der Neue Berliner Kunstverein (n.b.k.) im Rahmen der Berlin Art Week eine Gruppenausstellung, die mit Werken US-amerikanischer Kunst seit 1937 bis heute den Blick auf die gegenwärtigen politischen Verhältnisse in den USA schärft. Im Zentrum steht die Reflexion US-amerikanischer Geschichte sowie die Untersuchung jener Einflüsse und Entwicklungen, die die amerikanische Identität durch ihre spezifische nationale und politische Ökonomie geprägt haben – insbesondere die Institution der Sklaverei und ihr tragisches Erbe in Hinsicht auf die Kultur und das Alltagsleben. Die Auseinandersetzung mit dem Rassismus und seiner Eingebundenheit in eine neoliberale Agenda, die soziale Diskurse wie politische Entscheidungen wesentlich beeinflusst, ist eines der wesentlichen Themen der Ausstellung. Lost in America beschäftigt sich mit der ideologischen Formation von Produktionsverhältnissen, von Stadtplanung, Architektur und Design sowie der darüber erfolgenden Institutionalisierung diskriminierender Dispositive. Dabei unterstreicht sie nicht zuletzt das appellatorische Potential jener Form systemischer Sozialanalyse, die für konzeptuelle Kunstpraktiken konstitutiv ist.


Online-Diskursprogramm

Donnerstag, 17. September 2020
Design and Ideology
Gespräch zwischen Alexander Alberro (Virginia Bloedel Wright ‘51 Professor für Kunstgeschichte, Barnard College / Columbia University, New York), Dan Graham (Künstler und Autor, New York), Caitlin MacBride (Künstlerin, New York), Cameron Rowland (Künstler, New York), moderiert von John Miller
In englischer Sprache

Donnerstag, 1. Oktober 2020
Institution and Subjectivity as Social Constructs
Gespräch zwischen Carver Audain (Künstler, New York), Eric de Bruyn (Professor für moderne und zeitgenössische Kunst, Freie Universität Berlin), Coco Fusco (Künstlerin und Autorin, New York), Calla Henkel und Max Pitegoff (Künstler*innen, Berlin), moderiert von John Miller
In englischer Sprache

Freitag, 30. Oktober 2020
Falling Apart Together
Online-Screening zur Ausstellung mit Werken u. a. von Vito Acconci, Robert Ashley, Ardele Lister, Martha Rosler, Corinna Schnitt, Robert Wilson aus der Sammlung des n.b.k. Video-Forums, ausgewählt von Anna Lena Seiser (Leiterin n.b.k. Video-Forum)


Publikation
Anlässlich der Ausstellung erscheint eine Publikation in der Reihe „n.b.k. Ausstellungen“ im Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, Köln, mit Beiträgen von Marius Babias, Dan Graham, Arkadij Koscheew und John Miller.