You Go Where You´re Sent


Still


2003, 00:19:03, PAL, Farbe, Ton, H027 03


Laura Horelli (*1976 in Helsinki, lebt in Berlin) arbeitet vornehmlich mit dem Medium Video, teilweise auch in mehrkanaligen Installationen. Sie untersucht darin kommunikative Prozesse und deren mediale, politische und soziale Voraussetzungen in einer globalisierten Welt. Horellis konzeptueller Ansatz besteht darin, sich der „Realität“ auf subjektive Weise zu nähern, um urbane Umwelten, Ereignisse und Beziehungen aus ihren früheren und aktuellen Wohnorten sowie auf Reisen aufzugreifen, sie aus ihren ursprünglichen Zusammenhängen herauszunehmen und neu zu verknüpfen. Dadurch entsteht ein Intertext, der verschiedene Zeitläufe wie deren Subtexte miteinander verbindet und dabei zugleich das Dokumentarisch-Repräsentative unterläuft. Das Video You Go Where You’re Sent porträtiert Horellis Großmutter, die als Turnerin des finnischen Teams an der Olympiade 1936 in Berlin teilnahm. Der weitere Lebensweg der ausgebildeten Ärztin führt sie als Diplomatengattin u.a. nach Rio de Janeiro, New York, Washington und Bukarest. Horelli, die neben Video auch mit Text und Fotografie arbeitet, kombiniert in ihren teilweise autobiografisch motivierten Werken einen dokumentarischen Stil mit subjektiven Kommentierungen im Sinne einer Aneignung von Geschichte.