Maria Lassnig Kantate (mit / with Hubert Sielecki)


Still


1992, 00:08:00, PAL, Farbe, Ton, LA 09


Die jüngst verstorbene Künstlerin Maria Lassnig (*1919 in Kappel am Krappfeld/ Österreich, gest. 2014 in Wien) war die Grande Dame der österreichischen Kunstszene. Sie ist vor allem bekannt durch ihre Malerei, in denen Körper und Maschine interagieren sowie durch ihre oft schonungslosen Selbstportraits. Kantate ist ein in Zusammenarbeit mit Hubert Sielecki entstandener Kurzfilm, in dem Lassnig in 14 Versen Episoden aus ihrem Leben vorträgt. In animierte Zeichnungen sind Videoaufnahmen der kostümierten singenden Künstlerin geschnitten. Der Film beginnt mit ihrer Geburt und Kindheit und endet nach Stationen in Paris und New York lakonisch zum Zeitpunkt des Entstehens des Films als 73-jährige Künstlerin „oben auf dem Berg der Reife“. Voller Ironie, abgründigem Humor und Altersweisheit schildert Lassnig Szenen aus einem nicht immer einfachen Leben, das von der selbstbewussten Behauptung einer eigenen künstlerischen Identität als Frau und Malerin geprägt ist.
„Es ist die Kunst ja, die macht mich immer jünger, die macht den Geist erst hungrig und dann zart“ singt sie zum Schluss, während sie der ZuschauerIn in pinkfarbener Robe und goldener Aureole zuwinkt.



siehe auch:
Maria Lassnig - Animation Films