Exterior City


Still


2005, 00:22:33, PAL, Farbe, Ton, S011 01


Katya Sander (*1970 in Kopenhagen, lebt in Kopenhagen und Berlin) arbeitet sowohl als Einzelkünstlerin als auch immer wieder in Kooperationen und Kollektiven. Sie verwendet dabei unterschiedliche Medien – Video ebenso wie Installation, Fotografie, Zeichnung –, um räumliche Ordnungen und deren kulturelle, soziale und politische Bedeutung zu analysieren. Darüber hinaus ist sie auch als Autorin tätig. In ihrem Video Exterior City setzt die Künstlerin zwei Städte – Malmö und Wien – zueinander in Beziehung. Sie nimmt die Fassaden des sozialen Wohnungsbaus in den Blick und verfolgt mit ihrer Kamera die Stadtlandschaften sozialdemokratischer Wohnpolitik in ihren auf Effizienz, Planbarkeit und Rationalisierung ausgelegten Massenunterbringungen. Die beiden Städte gehen stufenlos ineinander über. In Exterior City sind Malmö und Wien nicht nur durch die Kamera verbunden, ebenso fungiert eine junge Frau als Bindeglied, der Sanders Kamerablick folgt, während sie an den Fassaden entlang zu den Hauseingängen geht und an diesen ein schwarz-weißes Plakat anbringt. Zunächst kann man das Motiv dieses Aushangs noch nicht erkennen. Die beiden kommentierenden Stimmen, Sanders eigene und die eines Sprechers, leiten den architektonischen Blick und begleiten das endlose Plakatieren. Sukzessive wird der Text auf dem Aushang lesbar: eine Serie von Anreden – „Liebe MieterInnen“, „Liebe MitbürgerInnen,“ „Liebe AktivistInnen“ – sowie die Anfänge eines Gesprächs.