Art must be beautiful, artist must be beautiful


Still


1975, 00:14:09, PAL, schwarz-weiss, Ton, A005 01 01


Marina Abramović (*1946 in Belgrad, lebt in New York) geht in ihren Performances häufig an die Grenzen ihrer physischen wie psychischen Belastbarkeit. Wie einige ihrer Künstlerkolleginnen setzt Abramović den Körper als Medium ein, um durch die Erzeugung von Grenzerfahrungen auf die normativen Zwänge von Rollenbildern und geschlechtlichen Zuschreibungen zu verweisen. In Art Must Be Beautiful, Artist Must Be Beautiful kämmt sie sich ihr langes Haar mit Kamm und Metallbürste und wiederholt dabei ständig den titelgebenden Satz. Im Verlauf der einstündigen Performance nimmt die Szene an Intensität zu, sie traktiert Haar und Kopfhaut immer heftiger und wiederholt den Satz immer schneller, bis Schmerz und Erschöpfung ihre Handlung unterbrechen. Abramović hinterfragt die Rolle der Künstlerin in einer männlich dominierten Kunstwelt wie auch die objekthafte Reduktion der Frau auf Äußerlichkeiten.



siehe auch:
Marina Abramović / Ulay