Video Girls and Video Songs for Navajo Sky


Still


1973, 00:26:21, NTSC, schwarz-weiss, Farbe, Ton, K017 01


Shigeko Kubota (*1937 in der Präfektur Niigata/Japan, lebt in New York) gehört zur ersten Generation von Videokünstlerinnen. Neben Alison Knowles, Charlotte Moorman, Yoko Ono, Carolee Schneemann und Mieko Shiomi zählt sie zu den weiblichen Mitgliedern der New Yorker Fluxus-Bewegung. Sie wurde vor allem durch Multimedia-Installationen und ihre Performance Vagina Malerei (1965) bekannt, einer feministischen Antwort auf den abstrakten Expressionismus, insbesondere auf die Drippings von Jackson Pollock. Video Girls and Video Songs for Navajo Sky ist ein surrealistisch anmutendes Video-Tagebuch über einen einmonatigen Aufenthalt in der Gesellschaft einer Navajo-Familie in einem Reservat in Chinle, Arizona. Kubota kommuniziert mit den weiblichen Familienmitgliedern, während sie in einem Pferdewagen die Wüste durchqueren, um von einem Brunnen Wasser zu holen. Sie fängt Stammesgesänge und -tänze, Kinderstreiche und ein Rodeo mit der Kamera ein. Trotz der Sprachbarriere zwischen der Japanerin und den amerikanischen UreinwohnerInnen entwickelt sich ein freundschaftliches Verhältnis zwischen der Künstlerin und den Navajo-Frauen. Kubota tritt ihnen weniger als dokumentierende Beobachterin entgegen, sondern begegnet ihnen subjektiv, mit Humor und zärtlicher Zuneigung.