Two Faces


Still


1973, 00:08:38, NTSC, schwarz-weiss, Ton, F005 01


Hermine Freed (*1940 in New York, gest. 1998 in New York) studierte Malerei, war aber hauptsächlich als Filmemacherin tätig. Ab 1974 war sie Dozentin für Videokunst an der School of Visual Arts, New York. In ihren Videoarbeiten untersucht Freed die Beziehung zwischen dem direkt Wahrgenommenen und dem Wiedererkennen bereits gemachter Erfahrungen. Sie arbeitete mit der Bluescreen-Technik, mit Bildüberlagerungen und elektronischen Farbveränderungen ebenso wie mit Spiegeln, optischen Geräten, Linsen und Vergrößerungsgläsern. In Two Faces (1973) verdoppelt sie ihr eigenes Profil durch einen geteilten und umgedrehten Bildschirm, so dass sie mit sich selbst in Dialog zu treten scheint, sich selbst die Zunge herausstreckt oder küsst. Freed begegnet der Entfremdung des eigenen Körpers durch Werbebilder in einer männlich beherrschten Medienwelt durch die Rückeroberung ihres eigenen mediatisierten Selbstbilds.