Three Transitions


Still


1973, 00:04:56, NTSC, Farbe, Ton, C003 02


Peter Campus (*1937 in New York, lebt in New York) arbeitet seit 1971 mit Video und gehört zu den frühen experimentellen Erforschern des Mediums und seiner vielfältigen Möglichkeiten. In seinen frühen Arbeiten untersucht er die Beschaffenheit des Videosignals im Verhältnis zur menschlichen Psychologie und Wahrnehmung. Die Pionierleistung von Campus besteht vor allem darin, die damals neuen technischen Möglichkeiten als Analogien für das Selbst zu nutzen. In seinem Schlüsselwerk Three Transitions verbindet er die grundlegenden Videotechniken der Bluescreen-Technik und des Bildmischverfahrens, um in drei kurzen Episoden die Realität des eigenen Videobildes in Frage zu stellen: Er sticht sich selbst in den Rücken und kriecht durch seinen Körper hindurch; er löscht sein Gesicht mit Schminke aus; er verbrennt sein Selbstbild. In diesen präzisen Performances erprobt Campus das Potenzial von Video als Mittel einer metaphorischen Artikulation für die Transformationen des inneren und äußeren Selbst, von Illusion und Wirklichkeit.