The New Embodied Sign Language Nr. 6


Still


1974, 00:06:48, PAL, schwarz-weiss, stumm, P009 06


Friederike Pezold (*1945 in Wien, lebt in Wien) schuf 1971 ihre ersten Videografiken, in denen sie grafische und malerische Elemente mit den neuen Möglichkeiten des Mediums Video verband. In Fotoserien und Videofilmen machte sie ihren eigenen, schwarz-weiß bemalten Körper zum Gegenstand ihrer Kunst, wobei sie gleichzeitig Subjekt und Objekt, Malerin und Model ist. Pezold geht es darin um eine fragmentierte Darstellung des weiblichen Körpers, der Monitor ist dabei formgebendes Element. Die Videobänder der Serie The New Embodied Sign Language werden als Endlosschleifen abgespielt. Das einzelne Bild ist auf den Monitorrahmen hin komponiert, die Folge der Bilder als langsamer Rhythmus inszeniert. Die Bewegungen der einzelnen kontrastreich stilisierten Körperteile erinnern dabei an Stilmittel einer minimalen japanischen Ästhetik. Der weibliche Körper wird nicht als Projektionsfläche für einen voyeuristischen Blick, sondern als Zeichen abgebildet.