The Mom Tapes (excerpt)


Still


1974 – 1978, 00:03:38, NTSC, schwarz-weiss, Farbe, Ton, 004 Disc 1 04


Ilene Segalove (*1950 in Los Angeles, lebt in Santa Barbara/Kalifornien) gehört zur ersten Generation feministischer Filmemacherinnen und lehrte an verschiedenen Hochschulen und Universitäten wie dem OTIS College of Art and Design in Los Angeles, am California College of the Arts in San Francisco, an der University of California in San Diego und Irvine sowie zuletzt an der University of California in Santa Barbara. Viele ihrer Videoarbeiten zeigen alltägliche Erfahrungen und Begebenheiten, die mit einfachen Mitteln humorvolle Narrative zum Vorschein bringen. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter wird zum Gegenstand der Arbeit The Mom Tapes und gibt Einblicke in gewöhnliche Momente, die durch ihre Alltäglichkeit und Einförmigkeit fast schon rituell wirken. So ist eine mit Sonnenhut und Bademantel bekleidete Frau in einem Liegestuhl zu sehen, die Zigaretten raucht. Im Verlaufe des Films stellt sich heraus, dass sich die Frau besonders vor der Sonne schützen muss, da sie bereits zwei Krebsoperationen hinter sich hat. Die Pointe bezieht sich auf den Erfindungsreichtum und den Eigensinn der Protagonistin, die eine Gummimaske mit geschminktem Gesicht und Zigarette im Mund trägt, wenn sie sich der Sonne exponiert.



siehe auch:
Surveying the First Decade: Video Art and Alternative Media in the U.S. 1968-1980