The Drowning Room


Still


2000, 00:09:41, PAL, schwarz-weiss, Ton, R010 01


Reynold Reynolds (*1966 in Fairbanks / Alaska, lebt in Berlin) arbeitet seit der Mitte der 1990er Jahre mit 16mm- und Super8-Material und entwickelt ein verstörendes, suggestives Werk über Transformations- und Verfallsprozesse, das mitunter auch die Offenlegung des filmischen Prozesses einbezieht. Physische Extremsituationen und Ausnahmezustände prägen das fotografische und filmische Werk von Patrick Jolley (*1964 in County Down/Nordirland, gest. 2012 in Delhi). Das Werk der beiden Künstler ähnelt sich in der Thematisierung von psychischen Ausnahmesituationen, Ängsten, Traumata, Paranoia und Isolation, so dass sie in einer Reihe von filmischen Projekten kooperierten. The Drowning Room entführt die BetrachterInnen in ein unter Wasser liegendes Zimmer, in dem das Leben sich jedoch in gewohnter Normalität fortzusetzen scheint: Menschen gehen alltäglichen Handlungen im häuslichen Ambiente nach: sie essen, sehen fern, füttern ihre Katze und küssen sich zur Nacht. Die Kamera scheint in eine versunkene Parallelwelt eingetaucht zu sein, welche die Parameter von Realität und Traum, von Alltag und Inszenierung ad absurdum führt.