Zweitfassung


Still


1981, 00:33:32, PAL, Farbe, Ton, 012 02


Happening/Kunst/Protest/1968 ist ein Dokumentarfilm über die politische Dimension prozessualer Kunstformen (wie Happening oder Fluxus) von Helmut Herbst (*1934 in Escherhof, lebt in Brombachtal-Birkert/Odenwald) und Friedrich Heubach (*1944 in Nordrach, lebt in Köln und île Saint-Martin/Frankreich). Das Happening als improvisiertes Ereignis in Interaktion mit dem Publikum ist eine der ephemeren Formen in der Kunst seit den 1960er Jahren. Es entwickelte seine Sprengkraft vor allem durch die Absage an traditionelle Kunstformen im Sinne eines „Ausstiegs aus dem Bild“. Helmut Herbst formuliert, dass es darüber hinaus auch kaum eine Kunstäußerung gibt, „die in solchem Ausmaß von den Medien missverstanden, mit dummdreisten Kommentaren zugedeckt und in Wochenschauen und Fernsehfeatures bis zur Unkenntlichkeit als Schock- und Scherzartikel verstümmelt worden ist“. Heubachs und Herbsts Anliegen ist es, die Fernsehbilder und historischen Dokumentationen von diesen Entstellungen zu befreien und die Originaltonaufnahmen der Ereignisse zu rekonstruieren. Dabei kommen auch Hauptvertreter des Happenings und der Fluxus-Bewegung wie Joseph Beuys, Al Hansen, Allan Kaprow, Jean-Jacques Lebel und Wolf Vostell zu Wort. Der WDR gab den Film bei den Autoren in Auftrag, verlangte jedoch eine Überarbeitung angesichts der Einbeziehung von diffamierenden Medienreaktionen – auch aus dem Haus des WDR. Die Ausstellung A Sense of History zeigte beide Teile des Films.



siehe auch:
Happening / Kunst / Protest / 1968