Rien Du Tout


Still


2006, 00:30:00, 1080i50, Farbe, Ton


Der Künstler und Filmemacher Clemens von Wedemeyer (*1974 in Göttingen, lebt in Berlin) und die Künstlerin, Filmemacherin und Fotografin Maya Schweizer (*1976 in Maisons-Alfort/Frankreich, lebt in Berlin) produzieren sowohl Gemeinschaftswerke als auch ein jeweils eigenständiges künstlerisches Œuvre. Die Kernthemen der Arbeiten von Clemens von Wedemeyer sind das Hinterfragen filmischer Ästhetik und die Grenzüberschreitung zwischen Fiktionalisierung und Authentizität. Das Arbeitsfeld von Maya Schweizer sind politische Fragen zu Migration und Integration, zu Vorstellungen kultureller Transparenz und Differenz in Europa und Nordafrika. Die Gemeinschaftsarbeit Rien du tout befasst sich mit der Organisation der Dreharbeiten eines Mittelalterfilms in einer Pariser Banlieue. Die Regisseurin konzentriert sich während des Castings auf eine Person, wobei alle anderen jungen LaiendarstellerInnen vor dem Theater auf einem Parkplatz auf ihren Auftritt warten, der bald zum Schauplatz der eigentlichen Handlung wird. Während sich die Regisseurin und ihr Assistent zunehmend entfremden, feiern draußen die Überflüssigen und tanzen. Statt sich auf das filmische Endprodukt zu fokussieren, entwickeln Schweizer und von Wedemeyer das Making-of eines nicht existenten Films, wodurch die sozialpolitischen Beziehungen und Hierarchien hinter der Kamera offengelegt werden.