Ping Pong


Still


1997, 00:24:13, PAL, Farbe, Ton, Q001 02


Qiu Zhijie (*1969 in Zhangzhou, lebt in Beijing und Hangzhou) bezieht sich in seiner multimedialen künstlerischen Praxis im Medium der Skulptur, Malerei, Grafik, Fotografie, Video, Performance und Installation sowohl auf das ästhetische Erbe der traditionellen chinesischen Kunst als auch auf westliche Kunstdiskurse politischer und kritischer Prägung. Durch die Gegenüberstellung der traditionellen chinesischen Techniken mit konzeptuellen Formen will Qiu Zhijie einen Raum schaffen für eine mögliche Debatte der Annäherung mit dem Ziel der Verschmelzung beider Wertesysteme. Qiu Zhijie ist seit den frühen 1990er Jahren in Erscheinung getreten und gilt als einer der zentralen Protagonisten der chinesischen Kunstszene. Neben seiner künstlerischen Praxis ist er auch als Kurator tätig. In seinen Videoarbeiten gilt Qius Augenmerk verstärkt soziokulturellen Phänomenen innerhalb der chinesischen Gesellschaft. Die Videoarbeit Ping Pong analysiert mit dokumentarischen Mitteln den Mythos um den Nationalsport und entlarvt ihn als ideologisches Instrument, das seine Wurzeln in der politischen Annäherung zwischen China und den USA hat.