Man Ray, Man Ray


Still


1978, 00:05:36, NTSC, schwarz-weiss, Farbe, Ton, W001 01


Zentrales Motiv in den Fotografien und Videoarbeiten William Wegmans (*1943 in Holyoke/Massachusetts, lebt in New York) sind seine beiden Hunde Man Ray (benannt nach dem amerikanischen Fotografen, Maler und Objektkünstler Man Ray) und Fay Ray (dessen Name auf die kanadisch-amerikanische Schauspielerin Fay Wray zurückgeht). Insbesondere der Hund Man Ray genoss zu seiner Zeit eine derart große Popularität, dass die New Yorker Zeitschrift Village Voice ihn 1982 zum „Man of the Year“ kürte. Die absurde Pseudo-Dokumentation Man Ray, Man Ray parallelisiert wichtige Lebensstationen des Dadaisten Man Ray – wie The Armory Show (1913) in New York und seine Zeit in Paris (1921–1940) – mit denen des gleichnamigen Hundes – etwa dem Besuch einer Hundeschule. Kommentator der Dokumentation ist der Maler Russell Connor, der vor allem als Produzent von Filmen über Kunst sowie als Autor und Moderator der Fernsehsendung Museum Open House bekannt ist, einem Galeriegespräch, das in den 1960er Jahren wöchentlich USA-weit aus dem Museum of Fine Arts in Boston ausgestrahlt wurde. In Man Ray, Man Ray adaptiert Wegman dadaistische Techniken, der Hund steht in seinem Gesamtwerk jedoch auch für Reflexionen über die conditio humana.