Kopfextension


Still


1972, 00:03:07, PAL, Farbe, stumm, H023 02


Rebecca Horn (*1944 in Michelstadt, lebt in Berlin und Paris) gehört zur ersten Generation von KünstlerInnen, die sich im Zusammenhang mit Fragen nach Raum und Körper sowie Bewegung und Wahrnehmung mit Performance und Video auseinandersetzen. In den 1970er Jahren arbeitet sie mit sogenannten Körpererweiterungen, die zugleich die Grenzen zwischen Körper und Maschine aufweichen und mechanisierte rhythmische Bewegungen mithilfe von Masken, Federn oder Handschuhen in den Raum übertragen. Zu diesen Körpererweiterungen, mit denen Horn ihren eigenen Körper oder den von PerformerInnen in seinen Ausmaßen, Dimensionen und Proportionen zu verändern sucht, gehört neben den Performances Einhorn, Weißer Körperfächer, Meine Hand kann fliegen, Gavin, Hahnenmaske, Fingerhandschuh und Kakadu-Maske auch Kopfextension. Die künstlich evozierten Körperempfindungen bewegen sich zwischen Skulptur (Living Sculpture) und Performance. Diese ästhetisch-räumliche Strategie erweitert Horn später in ihren kinetischen Objekten und Rauminstallationen, in denen die Maschinen zum Subjekt der Handlungen der Künstlerin werden.



siehe auch:
Rebecca Horn - Performance II (Dokumentation von neun Performances)