I Am Making Art


Still


1971, 00:18:36, NTSC, schwarz-weiss, Ton, B008 01


John Baldessari (*1931 in National City/Kalifornien, lebt in Santa Monica/ Kalifornien) gilt als einer der einflussreichsten Vertreter der Konzeptkunst – insbesondere einer bestimmten Ausprägung, die mit der US-amerikanischen Westküste assoziiert wird und in der neben Idee, Sprache und performativer Geste vor allem auch Humor eine wichtige Rolle spielt. In seinen Videos, Textbildern und Fotocollagen beschäftigt sich Baldessari mit dem Verhältnis von Bild, Schrift und Sprache, von Repräsentation und Bedeutung. In I Am Making Art führt er vor laufender Kamera unbeholfen reduzierte Bewegungen aus, wobei er die Position seines Körpers nur minimal verändert und mit jeder neuen Pose den titelgebenden Satz wiederholt. Bezeichnend ist dabei, dass er für den Akt des Kunstschaffens keinerlei Mittel benötigt und seine Handlungen kein sichtbares Ergebnis hervorbringen – mit Ausnahme der Kamera, die ihn filmt und des Videos, das dabei entsteht. In seiner so humorvollen wie analytischen Aufführung von Body Art und Konzeptkunst reduziert er letztere auf die wesentlichen Bestandteile von Proklamation und Aufzeichnung – als augenzwinkernde Antwort auf die Aussage seines Künstlerkollegen Al Held, dass Konzeptkunst doch nur das Zeigen auf Dinge sei („All conceptual art is just pointing at things“).