Happy Days


Still


2006, 00:03:02, PAL, Farbe, Ton, S011 02


Larissa Sansours (*1973 in Jerusalem, lebt in London) interdisziplinäres Werk umfasst Fotografie, Video und Dokumentarfilm und beschäftigt sich mit der politischen Situation im Nahen Osten, vor allem mit der Lebensrealität der PalästinenserInnen. Dabei persifliert Sansour westliche Vorstellungen vom Nahen Osten und verbindet Elemente der Populär- und Unterhaltungskultur mit politischen Inhalten. Die Videoarbeit Happy Days zeigt das Alltagsleben in den besetzten Gebieten, untermalt mit der Titelmusik der US-amerikanischen Sitcom Happy Days aus den 1970er Jahren. Die collagierten Filmsequenzen zeigen Sansour, wie sie sich durch das Krisengebiet bewegt, vorbei an Überwachungstürmen, Checkpoints und historischen Grenzlinien in Jerusalem und Bethlehem sowie beim Passieren israelischer Armeesperren. Sie verwendet Filmtechniken aus dem Vorspann der Sitcom, wie das Einfrieren eines Einzelbildes oder die Beschleunigung einzelner Sequenzen. Der politische Inhalt und die verspielte Form prallen aufeinander und kommentieren das Gezeigte durch die Divergenz von Form und Inhalt mit einem sarkastischen Unterton.