Doors


Still


1980, 00:06:46, PAL, schwarz-weiss, Ton, H019 02


Nan Hoover (*1931 in New York City; † 2008 in Berlin) absolvierte ein Studium der Malerei auf dem Corcoran College of Art and Design in Washington, bevor sie 1969 nach Amsterdam zog und ihre Auseinandersetzung mit Licht und Struktur zusätzlich in die Medien Video, Performance und Fotografie übertrug. Sie unterrichtete an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam, am San Francisco Art Institute und übernahm später eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf. Ihre Werke sind vom Formalismus geprägt, sie bestehen aus makroskopischen Veränderungen in Farbe, Textur und Schatten und sind mit einer strengen Präzision ausgeführt. Die vom Neuen Berliner Kunstverein koproduzierte Arbeit Doors, die während eines DAAD-Aufenthalts Hoovers in Berlin entstand, ist grundlegend für ihren reduktiven Zugang mit simplen, repetitiven Abläufen, der ihr ganzes Werk durchzieht. Wie auch in anderen Werken arbeitet Hoover in Doors mit ihrem eigenen Körper und seiner Silhouette, der sich zwischen Licht und Dunkel in aller Langsamkeit bewegt. In einer unveränderten Einstellung greift Nan Hoover mehrmals nach der Türklinke, dreht ihren Körper und verfolgt währenddessen die Bildkomposition über einen Kontrollmonitor. Begleitet wird die Performance von einem eindringlichen, monotonen Sound. Die Inszenierung fordert eine interpretative Betrachtung und führt in einen intimen Diskurs über Sinneswahrnehmung ein. Das Durchschreiten der Türen richtet sich auf die Thematik von Verlassen und Ankommen, was auf die Biografie der Künstlerin selbst hindeutet. Es ist ebenso eine Metapher für Veränderung und Übergang.