Bouncing in the Corner No. 1


Still


1968, 01:00:28, PAL, schwarz-weiss, Ton, N004 01


Bruce Nauman (*1941 in Fort Wayne / Indiana, lebt in Galisteo / New Mexico) wandte sich bereits während seines Studiums an der Universität Wisconsin von der Malerei ab und suchte nach einer der aktuellen Situation in den USA adäquaten künstlerischen Haltung. Das Thema des Künstlerseins wurde zum zentralen Gegenstand verschiedener experimenteller Arbeiten, in denen Nauman in seinem Atelier in San Francisco den eigenen Körper im Verhältnis zum Raum sowie als Wahrnehmungsinstrument untersuchte. Der Befragung des Künstlerseins begegnete er mit der Untersuchung von Bewegungsabläufen, die er filmisch festhielt. So stampft er über eine Stunde lang in dem Geviert seines Ateliers umher (Stamping in the Studio, 1968) oder wirft sich in Bouncing in the Corner No. 1 immer wieder mit der Rückseite seines Körpers in eine Ecke seines Ateliers. Es geht dem Künstler, der seit Ende der 1970er Jahre abgeschieden in New Mexico lebt, um die großen Themen menschlicher Existenz wie Angst, Liebe, Einsamkeit, Sexualität und Tod. Körper und Sprache sind Ausgangspunkt und Instrument der existenziellen Befragung menschlichen Verhaltens sowie körperlicher und räumlicher Erfahrung.