Anagram


Still


2001, 00:08:48, PAL, Farbe, Ton, E016 10


Annika Eriksson (*1956 in Malmö, lebt in Berlin) arbeitet neben dem Medium Video auch mit Fotografie und Performance und entwickelt Installationen im öffentlichen Raum. Anagram steht exemplarisch für eine Reihe von Videoarbeiten, welche die Künstlerin in der Zeit von 1996 bis 2001 realisierte. Sie forderte unterschiedliche Gruppen auf – insbesondere solche, die sich durch ein gemeinsames Arbeitsumfeld konstituierten –, ihre Gruppenidentität zu performen. So filmte sie unter anderem eine KuratorInnenklasse des renommierten Goldsmiths College in London, die Angestellten des Moderna Museet in Stockholm oder das Kopenhagener Postboten- orchester. Anagram realisierte die Künstlerin gemeinsam mit einer Kompanie des Mooms Theaters in Malmö, das mit körperlich und geistig behinderten Menschen arbeitet. Ausgestattet mit Tafeln, auf denen einzelne Wörter und Silben eines Satzes geschrieben stehen, tanzen die SchauspielerInnen des Theaters auf individuelle Weise in einem weißen Raum zu einer eingängigen Musik. Bleibt zunächst die Bedeutung der Textfragmente unklar, offenbart sich diese am Ende der Performance, indem alle Beteiligten gemeinsam ihre Texttafeln zu einem Satz formieren: „A chain is as strong as its weakest link“ [Eine Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied].