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Pipilotti Rist
Blutclip
1993, 00:02:55, PAL, color, sound, R001 07
In ihrem Werk setzt Pipilotti Rist sich mit den Rollenmodellen der Massenmedien auseinander. Dabei geht es ihr neben Themen wie Liebe, Einsamkeit und Unschuld vor allem auch um eine Neudefinition von Weiblichkeit. In der ihr eigenen farbenfrohen Bildpoesie formuliert sie einen spannungsreichen Kontrast zwischen lustvoll inszenierter Körperlichkeit und technischer Raffinesse. Unter Einbeziehung popkultureller Symbole und MTV-typischer Clip-Ästhetik versucht sie dem Unsichtbaren des weiblichen Körpers auf die Spur zu kommen. In ungewöhnlich direkten Kamerafahrten und extremen Weitwinkeln, verführt sie den Blick des Betrachters und regt das Auge an, die taktile Qualität des Körpers sinnlich zu erfahren. Blut Clip beschreibt eine wundersame Körperfahrt mit der Kamera. Die Selbstbegegnung der Künstlerin wird für den Betrachter als visuelle Reise inszeniert, ihren Körper zu entdecken und zu erforschen. Dabei führt sie durch alle Höhen und Tiefen des weiblichen Universums. Wo anfangs glitzernde Edelsteine in den Körpertälern den Blick verführen, verlaufen später Blutspuren, jedoch in sinnlicher Qualität, die eher an Himbeersaft als an Menstruationsblut denken lassen. Untermalt wird das Lustprinzip von rhythmischem Elektropop, der die Clipwirkung musikalisch unterstreicht. (ka)
Körper Musikclip Sound Collage Keying Weiblichkeit-. Gender Abstraktion Bewegung

