Dieter Appelt


Ansicht: Dieter Appelt - Sorano

Sorano

1983, 00:07:50, PAL, Farbe

n der Tradition der Performance-Kunst der 70er-jahre, sind Dieter Appelts Filme oftmals Dokumentationen von Aktionen, die er ohne Publikum vollzieht. Unter Einsatz seines eigenen Körpers, laut ihm "das Medium eines existentiellen Gestaltungsprozesses, sinnlicher Realität, Symbol und Zeichensprache", thematisiert er Fragen nach Erinnerung, Vergänglichkeit und Tod. Seine Sinnbilder für das gelebte Leben und das Erleben von Zeit bezieht er aus Natur und Technik.

Sorano ist ein Dorf in der Toskana, dessen urtümliches Bild Appelt durch Aufnahmen der durch die Zeit beschädigten Häuser und Portraits der Bewohner zeichnet. Dabei arbeitet er überwiegend mit Schwarz-Weiss-Aufnahmen, die allerdings in der zweiten Hälfte des Filmes durch Doppelbelichtungen mit Farbbildern zu einer flackernden Bildabfolge montiert werden. Trotz formalerem und experimentellerem Ansatz, untersucht Appelt auch in dieser Arbeit, ähnlich wie in seinen Aktionen, das Zeitphänomen und das Erinnerungsprinzip. (ap)


Schlagworte:
Erinnerung, Porträt, Identität

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