Dieter Appelt
Oppedette
1980, 00:09:35, PAL, Schwarz/Weiß
In der Tradition der Performance-Kunst der 70er-jahre, sind Dieter Appelts Filme oftmals Dokumentationen von Aktionen, die er ohne Publikum vollzieht. Unter Einsatz seines eigenen Körpers, laut ihm "das Medium eines existentiellen Gestaltungsprozesses, sinnliche Realität, Symbol und Zeichensprache", thematisiert er Fragen nach Erinnerung, Vergänglichkeit und Tod. Seine Sinnbilder für das gelebte Leben und das Erleben von Zeit bezieht er aus Natur und Technik.
Ähnlich wie in seinen anderen Arbeiten, zeigt "Oppedette" in eindrücklichen Schwarz-Weiß-Naturaufnahmen die Ursprünglichkeit des Lebens. Wir sehen verschiedene Gewässer und seine nackte Gestalt, die sich unter Wasser den Formen eines Wasserbeckens anpasst. Am Ende steht die kleine Figur mit einer riesigen Flügelkonstruktion vor einer steilen Wand, die Appelt als ein ebenso starkes Sinnbild einsetzt, wie die an ein Embryo erinnernde Position zu Beginn des Filmes. (ap)
Schlagworte:
Performance, Körper, Selbstreflexion, Natur, Vergänglichkeit