Dieter Appelt
Mexico
1981, 00:17:29, PAL, Schwarz/Weiß
In der Tradition der Performance-Kunst der 70er-jahre, sind Dieter Appelts Filme oftmals Dokumentationen von Aktionen, die er ohne Publikum vollzieht. Unter Einsatz seines eigenen Körpers, laut ihm "das Medium eines existentiellen Gestaltungsprozesses, sinnliche Realität, Symbol und Zeichensprache", thematisiert er Fragen nach Erinnerung, Vergänglichkeit und Tod. Seine Sinnbilder für das gelebte Leben und das Erleben von Zeit bezieht er aus Natur und Technik.
"Mexico" ist als Gemeinschaftsproduktion zwischen dem NBK und Dieter Appelt entstanden und in Mexico gedreht worden. Die Arbeit ist der Nachvollzug der Legende von Quetzalcoatl, einer mesoamerikanischen Gottheit, die Mexico verlassen hatte und für die Mexikaner in der Figur des Hernando Cortes zurückkehrte.
Die Bilder werden von einer Stimme aus dem Off begleitet, die bruchstückhaft und in Wiederholungen den Mythos wiedergibt. Ähnlich kryptisch sind die Aufnahmen, die Appelt selbst zeigen, wie er durch die Stadt läuft und die Sonnenpyramide in Teotihuacan heraufsteigt. In seiner poetischen Bildsprache visualisiert der Film das Wesen des Mythos an sich. (ap)
Schlagworte:
Erinnerung, Identität, Mythos, Landschaft