Claudia Aravena Abughosh
berlin: been there / to be here
2000, 00:13:00, Schwarz/Weiß
Themen der Videofilme der chilenisch-palästinensischen Künstlerin sind die Mechanismen des Erinnerns, Bewahrens und Vergessens. Aravena-Abughosh interessiert sich nicht für die Beschreibung und Dokumentation einer äußeren Realität, sondern für den Bezug dieser zum persönlichen, inneren Prozeß des Erinnerns.
Berlin: been there/to be here
2000, 13:00 min
In der in Deutschland entstandenen Arbeit "berlin: been there/to be here" beschreibt die Künstlerin ihre persönliche Erfahrung als Emigrantin in der Stadt Berlin. Sie kommt aus einem Land, in dem die "Amnesie des Vergessens", wie Aravena es nennt "eine regelrechte soziale Krankheit [ist]: Man interessiert sich kaum für das, was war, es zählt nur das Jetzt. Man lebt einfach weiter, die einfachste Form der Überlebensstrategie." Berlin ist im Gegenteil eine Stadt, in der die entgegengesetzte Haltung herrscht: "Überall stößt man auf die Vergangenheit, auf das Bemühen, nicht zu vergessen, nicht zu verdrängen. Es gibt geradezu eine Kultur des Nicht-Vergessens." Dieses Treffen mit Berlin heilt die Künstlerin von ihrer Amnesie. Fragmentierte Bilder kehren aus der Vergangenheit wieder, in einem schmerzvollen aber unvermeidlichen Prozeß. Bilder privater Erinnerung stehen denen des öffentlichen Lebens gegenüber.
Zwei Stimmen vermischen sich in der Kommentierung des Videos: die eine sucht nach beruhigenden Antworten, die andere flüstert unruhig Fragen über etwas, das anscheinend vergessen ist.