Bettina Gruber / Maria Vedder
Der Herzschlag des Anubis
1988, 4.57 min , Farbe
Das aus vier phantasievollen Tableaux bestehende Video zeigt in einem spielerischen Bühnenbild aus Papiermodellen und Beleuchtungseffekten mythologische Figuren aus der altägyptischen Kultur. Die verschiedenen Bilder und Symbole verweisen auf eine vielschichtige visuelle Erzählung über den Tod, dessen Bilder aus verschiedenen Kulturkreisen zusammengestellt sind.
Das erste Tableau zeigt den altägyptischen Gott Anubis in Schakalgestalt, der in einem Boot sitzt und rudert. Das Boot steht auf einem Sockel und dreht sich gleichmäßig im Kreis. Die Drehbewegungen des Bootes führen zu keinem Ziel, die ineffektive Handlung wird zu einem Symbol für den Stillstand der Zeit.
Im zweiten Bild, sieht und hört man eine aus Pappe gefertigte Pfeife, die mit zwei schwarzen Federn bestückt ist. Während des Blasens rollt die Tröte auf und ab. Die Kamera zoomt heran und zeigt den Kopf eines liegenden Mannes, der die Tröte im Mund hält und bläst.
Im dritten Bild ist eine nächtliche Szene mit einem Halbmond zu sehen, unter dem vier Modelle von Horus-Falken sich mit dem Mond im Kreis drehen. In ihrer Mitte befindet sich eine kleine Figur aus Draht.
Das letzte Bild zeigt den Hund Flikki, dargestellt als Brustbild, der sich die Szene der Falken anschaut und dabei immer müder wird. Auf seinem Kopf erscheint plötzlich eine Videoprojektion, die eine Jagdszene zeigt, in der ein Gepard eine Antilope verfolgt und reißt. Der Niedergang der Antilope wird mit röchelndem Ton von der Tröte kommentiert. Zum Schluß wird wieder das Anubis-Bild eingeblendet, das sich am Ende verdunkelt und von Xylophon-Tönen begleitet wird.
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