Freitag, 20. April 2018, 19 Uhr
Möglichkeitsräume in der Kunst

Podiumsdiskussion mit Nikita Dhawan (Professorin für Politische Theorie mit Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung, Universität Innsbruck) und Candice Breitz (Künstlerin, Professorin an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig), moderiert von Nuray Demir (Künstlerin, Kuratorin, Lehrbeauftragte an der Universität der Künste Berlin)

Kaum ein Feld ist homogener von privilegierten Milieus besetzt als das Kunstfeld. In der Podiumsdiskussion sollen blinde Flecken aufgespürt und sichtbar gemacht werden. Wie lassen sich Möglichkeitsräume in der Kunst diskriminierungskritisch denken und in künstlerische Praxen übersetzen?

In englischer Sprache
Eintritt frei

Candice Breitz ist seit 2007 Professorin an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Ihr künstlerisches Schaffen in den Bereichen Fotografie und Video wurde u. a. mit dem Prix International d’Art Contemporain der Fondation Prince Pierre de Monaco (2007) und dem B3 BEN Hauptpreis der B3 Biennale des bewegten Bildes (2013) ausgezeichnet. 2017 präsentierte Breitz auf der Venedig Biennale zusammen mit Mohau Modisakeng ihre Werke im südafrikanischen Pavillon. Ihre Arbeiten waren in Einzelausstellungen zuletzt u. a. zu sehen: Boston Museum of Fine Arts (2018); KOW Berlin (2017); Kunstmuseum Stuttgart (2016); National Gallery of Canada, Ottawa (2013); South African National Gallery, Kapstadt (2012); Kunsthaus Bregenz (2010); San Francisco Museum of Modern Art (2009).

Nuray Demir ist freischaffende Künstlerin und Kuratorin, sie studierte Zeitbezogene Medien an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und verbrachte Studienaufenthalte an der École supérieure d’art et de design Marseille-Méditerranée und der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie ist im Bereich der bildenden und performativen Künste tätig und verfolgt dabei einen forschungsbasierten und kollaborativen Ansatz, mit dem sie u. a. zu intersektionalem Feminismus und postkolonialen Theorien arbeitet. Ihre Projekte waren u. a. zu sehen: FFT Düsseldorf (2018); Hebbel am Ufer, Berlin (2017); Wiener Festwochen (2017); Sophiensaele, Berlin (2016); Kampnagel, Hamburg (2016; 2015). Zudem trägt sie ihre Ansätze in die Lehre, etwa an der Universität der Künste Berlin.

Nikita Dhawan ist seit 2014 Professorin für Politische Theorie mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, 2006 wurde sie im Fach Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum promoviert. Von 2008 bis 2014 hatte sie eine Juniorprofessur für Gender und postkoloniale Studien an der Goethe-Universität Frankfurt am Main inne, in deren Rahmen sie auch das Frankfurt Research Center for Postcolonial Studies gründete. 2005 gab sie zusammen mit María do Mar Castro Varela den Band
Postkoloniale Theorie: Eine kritische Einführung heraus. Darüber hinaus erschienen von Dhawan u. a.: Decolonizing Enlightenment: Transnational Justice, Human Rights and Democracy in a Postcolonial World (Hg., 2014) und Impossible Speech. On the Politics of Silence and Violence (2007).