Montag, 20. November 2017, 20 Uhr
Bilder sehen lernen

Screening mit anschließendem Gespräch mit Tom Holert und Ute Holl
Ort: Kino Arsenal, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin


Auvico (Spot 1) (Regie: Hartmut Bitomsky, Harun Farocki, 1972, 10 min)

Schlagworte – Schlagbilder. Ein Gespräch mit Vilém Flusser (Regie: Harun Farocki, 1986, 13 min)

Die Teilung aller Tage (Kurzfassung, Regie: Hartmut Bitomsky, Harun Farocki, 1970, OmE, 33 min)

Anschließend Gespräch mit Tom Holert (Harun Farocki Institut, Berlin) und Ute Holl (Prof. Medienwissenschaft, Universität Basel)


Auvico (Spot 1) : Mit den „Audiovisuellen Codes“ (kurz AUVICO) konzipierten Hartmut Bitomsky und Harun Farocki eine mehrteilige didaktische Serie zum Erlernen von Konventionen und Codes der Filmsprache. Darin verfolgten sie ihre Idee einer Wissensproduktion durch das eigene Herstellen von Zusammenhängen und einem damit einhergehenden prozesshaften Erkenntnisvorgang. Die Serie wurde nicht realisiert, zwei der prototypisch entstandenen Spots sollen zum ersten Mal präsentiert werden.

Schlagworte – Schlagbilder. Ein Gespräch mit Vilém Flusser: Ein Gespräch zwischen Harun Farocki und Vilém Flusser über die Gestaltung der Titelseite der Bild-Zeitung.

Die Teilung aller Tage: Der „Lehrfilm zur politischen Ökonomie“ erläutert Mechanismen der Ausbeutung im Kapitalismus. Ein Arbeiter am Fließband einer Glühbirnenfabrik erwirtschaftet Profit für den Fabrikbesitzer: „Wir schaffen den Reichtum.“ – „Aber es ist sein Reichtum.“ Neben den in Brecht’scher Manier inszenierten Modellsituationen diskutiert Farocki den Film nach Vorführungen in Schulungskreisen und Roten Zellen.

Eintritt: Kinokarte (€ 7,50; Mitglieder Arsenal und n.b.k.: € 5)


Teil der
Harun Farocki Retrospektive einem Projekt des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) in Kooperation mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst, dem Harun Farocki Institut, der Harun Farocki GbR, dem silent green Kulturquartier, dem Verlag der Buchhandlung Walther König, Savvy Contemporary und dem Haus der Kulturen der Welt im Rahmen der Berlin Art Week, gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Weitere Informationen unter
www.harunfarockiretrospektive.org