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Choice 2 Sabine
Groß, ausgewählt von Nicola Kuhn Ausstellung: 6. November - 19.
Dezember
2004 Zum zweiten Mal trägt eine Ausstellung des Neuen Berliner Kunstvereins den Titel Critic’s Choice. Vor einem Jahr starteten wir eine Reihe unter dieser Überschrift mit der Zielsetzung, jüngere Berliner Kunstkritiker oder Kunstkritikerinnen einzuladen, um als Kuratoren mit einem von ihnen ausgewählten Künstler gemeinsam eine Ausstellung zu konzipieren und ihre ansonsten passive Kunstrezeption zu Gunsten einer aktiven Mitarbeit am Entstehungsprozess eines Ausstellungsprojekts einzutauschen. Den Anfang im vergangenen Jahr machte Knut Ebeling, der in seiner Künstlerwahl, Kai Schiemenz, einen idealen Gegenpart fand, mit dem er in der Selbstbefragung des eigenen Tuns den skeptischen Blick auf ihre jeweiligen Rollen und Möglichkeiten teilte. Somit standen „Theorie und Praxis in keinem Konkurrenzverhältnis“, sondern sie zeigten sich als „alternative Vorgehensweisen, die sich seriös nicht gegeneinander ausspielen lassen“. In diesem Jahr wählte die Dozentin und Kunstkritikerin Nicola Kuhn die Künstlerin Sabine Groß aus. Gestützt auf das bisherige Werk der Künstlerin lässt sie die Hinterfragung der Rolle des Kritikers in den Hintergrund treten und konzentriert sich auf das Verhältnis von Kunst und Betrachter als „Grundlage jeglicher Kunstkritik“. Der Konzeptkünstlerin Sabine
Groß
geht es in ihren Arbeiten überwiegend um
Wahrnehmungsphänomene.
Was sehen wir, hat sich die Künstlerin als Ausgangsfrage gestellt.
Warum sehen wir? Wie sehen wir? Und wie werden im Kopf die Bilder
wieder
zusammengesetzt? Sie interessiert sich einerseits für Erkenntnisse
über Verhaltensmuster zwischen Produzent und Rezipient aus Sicht
der
Wahrnehmungsphysiologie, anderseits für das Verhältnis von
Kunstbetrachtung
und dem Marktwert des Werkes. ![]() Sabine Groß:
Energiefeld, 2004
Mit der Ausstellung nehmen Kritikerin und Künstlerin gemeinsam eine Analyse des Kunstbetriebs vor, begleitet von einer kritischen Untersuchung der Bedingungen, wie dort Kunst entsteht und wahrgenommen wird. Sie ist auf eine direkte Kommunikation mit dem Betrachter ausgerichtet, bei dem letztendlich die Entscheidung liegt, nach welchen Kriterien das Gesehene rezipiert wird. Die zweite Folge von Critic’s Choice impliziert somit zusätzlich auch eine Viewer’s Choice. Zur Ausstellung erscheint im
Revolver Verlag
das Katalogheft cahiers critiques 2 zum Preis von |
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